Fortführung angedacht

Vorarlberger Kraftwerkbauer steht vor der Pleite

Vorarlberg
02.12.2022 07:30

„Bertsch Energy“ muss in den nächsten Tagen Insolvenz anmelden. Betroffen sind 156 Mitarbeiter am Standort Bludenz. Dabei sehen die Auftragsbücher gar nicht schlecht aus. 

Zunächst fielen Aufträge während der Covid-Pandemie aus, dann kamen Erschwernisse bei der Abwicklung von vier Großprojekten im Ausland dazu und zuletzt sprang auch noch ein Investor ab. Teuerung und Lieferschwierigkeiten erledigten den Rest, wenn man den Aussagen der „Bertsch Energy GmbH & Co KG“ Glauben schenken darf.

Andere Bertsch-Unternehmen sind nicht betroffen
Das Unternehmen muss in den kommenden Tagen Insolvenz anmelden. Betroffen sind 156 Mitarbeiter - alle am Standort Bludenz. Die weiteren Unternehmen der Bertsch Gruppe - „Bertsch Foodtex“ und „Bertsch-Laska“ - sind nicht betroffen. Die Mitarbeiter wurden bereits vom geplanten Insolvenzantrag informiert und sollen nun beim AMS zur Kündigung angemeldet werden, die Arbeiterkammer Vorarlberg soll ebenfalls involviert werden.

Die Aussichten sind durchaus positiv
Dabei sind die Auftragsbücher des Kraftwerksbauers Bertsch Energy eigentlich voll, zudem stehen weitere Projektvergaben an. In den vergangenen Jahren wurden Erfolge bei der Sanierung erzielt, etwa Altprojekte abgeschlossen und neue Aufträge lukriert. Der Turnaround im operativen Geschäft sei geschafft, heißt es aus dem Unternehmen.

Für 2022 erwartet man sogar ein Betriebsergebnis von rund 12 Mio. Euro und auch für 2023 soll sich laut Planung ein deutlich positives Ergebnis ausgehen. Weshalb man den Betrieb auch weiterführen will, Gespräche darüber laufen.

Höhe der Schulden ist noch nicht bekannt
Argumentiert wird die drohende Pleite damit, dass durch Verzögerung und Ausfall von Aufträgen die Anzahlungen der Kunden fehlten. Diese seien die Grundlage für die Finanzierung im Anlagebau.

Über die Höhe der Schulden liegen beim Kreditschutzverband indes noch keine Informationen vor. Stellt sich dennoch die Frage, ob eine Insolvenz tatsächlich der einzig gangbare Weg für „Bertsch Energy“ ist. Diese wird nun das Insolvenzgericht beantworten.

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