Vor Europacup in Amstetten verschärft Klima- und Energiekrise die Situation im Stocksport! Auch für OÖ-Boss Herbert Nömaier hat die ursprüngliche Form des so beliebten Sports kaum eine Zukunft.
Der Eisstocksport beziehungsweise seine Vorläufer gehen vermutlich bis ins 13. Jahrhundert zurück, ab dem 16 Jahrhundert verbreitete er sich zunehmend in Gegenden mit zufrierenden Gewässern und wurde im Winter zum absoluten Volkssport. Die ersten Vereine wurden sogar schon vor 1900 gegründet.
18.000 Aktive in Oberösterreich
Und auch heute begeistert der Sport noch immer die Massen. Österreichweit zählt man mit 98.995 registrierten Mitgliedern zum sechststärksten Sportverband. In Oberösterreich hat man rund 18.000 Aktive. Wie viele davon in der heurigen kalten Jahreszeit aber überhaupt noch aufs Eis gehen, ist offen. „Durch die Veränderungen des Klimas ist es schon in den letzten Jahren immer schwieriger geworden“, sagt OÖ-Boss Herbert Nömaier.
Die aktuelle Energiekrise hat die Situation noch zusätzlich verschärft. Zumal manche Eishallen wie jene in Ried noch immer nicht geöffnet haben und die anderen die Eiszeiten verkürzten bzw. die Preise erhöht wurden.
Schon jetzt nützen immer mehr normale Stocksportbahnen, der Sport am Eis ist extrem rückläufig
OÖ-Präsident Herbert Nömaier
„Auf falsches Pferd gesetzt“
Womit der ohnehin nicht aufzuhaltende Wandel noch einmal beschleunigt wird. „Schon jetzt nützen immer mehr normale Stocksportbahnen, der Sport am Eis ist extrem rückläufig“, glaubt Nömaier, dass die ursprüngliche Form keine Zukunft hat. Umso verwunderlicher, dass man (erfolgreich) um die Anerkennung als Olympische Winter-Sportart gekämpft hat. „Da hat man aufs falsche Pferd gesetzt“, so Nömaier.
Zumindest derzeit zählt man aber auch am Eis noch zu den absoluten Top-Nationen. Weshalb St. Peter am Wimberg und Co. beim morgen (ab 10 Uhr) in Amstetten stattfindenden Europacup zu den großen Favoriten zählen. „Wir wollen erneut auf das Podest“, sagt OÖ-Ass Bettina Eckerstorfer.
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