Prominente Investoren

Widerstand gegen Pläne für ein „Smartes Dorf“

Oberösterreich
08.11.2022 10:00

Obwohl der erste Anlauf für eine Umwidmung von 1,2 Hektar Grün- in Bauland scheiterte, geht in Neumarkt die Sorge vor der Errichtung einer neuen Siedlung um. Hinter dem Projekt stehen drei in der Region sehr bekannte Persönlichkeiten. 

Die Position der Gemeinde ist klar. Es gibt keinen Grund für eine Umwidmung!„ Trotz dieser klaren Ansage von Bürgermeister Christian Denkmaier (SP) geht in Neumarkt die Sorge vor der Errichtung einer völlig neuen Siedlung um. Grund: Mit Norbert Miesenberger (Chef des Energiebezirks Freistadt), Thomas Arnfelser (Architekt, einstiger Obmann der Grünen und Mitglied im Bauausschuss der Gemeinde Neumarkt) und Bernhard Rihl (Architekt und Ortsplaner der Gemeinde Alberndorf) sicherten sich drei in der Region sehr gut vernetzte Herren 2017 im Neumarkter Ortsteil Götschka rund 1,2 Hektar Grünland.

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Ich verstehe die Sorgen der Anrainer. Aber die Gemeinde hat keinerlei Ambitionen, eine Umwidmung in die Wege zu leiten.

Christian Denkmaier, SP-Bürgermeister in Neumarkt/Mühlkreis

Um - wie sie behaupteten - ausschließlich “exemplarisch, übertragbar und anwendbar auf andere Gemeinden ein Smart Village planen zu können. Weil aber nur wenige Monate nach dem Kauf erste Schritte für ein Umwidmungsverfahren in Bauland eingeleitet wurden, klingelten bei den Anrainern erstmals die Alarmglocken. Bis auf eine umstrittene EU-Förderung von 30.000 Euro für das Projekt und dem Hinterfragen von Einladungen zu Bürgerbeteiligungsprozessen blieb es lange Zeit verhältnismäßig ruhig.

Buchpräsentation sorgt für Wirbel
„Letzte Woche haben sie aber ihr Buch mit dem Titel ,Smart Village Götschka‘ vorgestellt. Offensichtlich lässt das Trio nicht locker“, poltern die Anrainer. Ihre größte Sorge: Dass das Land den Plänen für eine Siedlung ohne Pkw-Verkehr, Gemeinschafts-Saunen und Jobs am Wohnort einen Vorzeigeprojekt-Status erteilt und die Umwidmung von „oben herab“ durchpeitscht. „Ob das Projekt dann umgesetzt wird oder nicht, statt zwei bis fünf Euro würde der Grund dann 100 bis 200 pro Quadratmeter kosten“, so ein Anrainer.

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Wir wollen auch nichts ,versilbern‘ und Profit erzielen, von unserem zukunftsträchtigen Projekt soll einfach die gesamte Bevölkerung profitieren.

Norbert Miesenberger, Investor


Miesenberger schüttelt den Kopf: „Wir haben einen erhöhten Preis für das Grundstück bezahlt. Wir wollen auch nichts ,versilbern‘ und Profit erzielen, von unserem zukunftsträchtigen Projekt soll einfach die gesamte Bevölkerung profitieren.“

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