Kärntens Skisprung-Talent Daniel Tschofenig (20) peilt beim Weltcup-Start in Wisla die Top-10 an. Von Polen-Chef Thurnbichler gibt’s Vorschuss-Lorbeeren ...
Mit 20 Jahren ist der Hohenthurner Daniel Tschofenig beim Auftakt in Wisla (Pol) ab Freitag klar der jüngste im Weltcup-Team des ÖSV. Trotzdem sind die Erwartungen an ihn groß. „Ich denke, dass er der nächste Stefan Kraft werden kann. Dieser Junge hat alles, um durchzustarten – auch im Kopf ist er schon weit“, sagt mit Thomas Thurnbichler Daniels Ex-Trainer und der neue Chef von Polens Herren.
Ein Lob, das Tschofenig natürlich freut: „Klar ehrt es mich, wenn sogar in der großen Skisprung-Nation Polen positiv über mich gesprochen wird. Ich fühle mich derzeit auch richtig gut.“
Im Sommer purzelten die Rekorde
Denn beim Sommer-Grand-Prix hat er in Courchevel (Fr) und Rasnov (Rum) zwei neue Schanzenrekorde aufgestellt. Zuletzt segelte Daniel auch beim Training in Innsbruck auf 138 Meter: „Die Form sollte gut sein. Früher habe ich beim Übergang ins Fliegen viel Geschwindigkeit verloren, das haben wir mittlerweile ausgemerzt.“
Mehr Speed in der Anlaufspur
Solche Weiten will der Youngster natürlich auch im Winter erreichen – das wurde in der Vorbereitung sogar berücksichtigt: „Die Landung bei weiten Sprüngen war ein ganz wichtiger Punkt, wir haben die Anlaufgeschwindigkeit etwas erhöht, damit ich das üben kann. Denn ohne gute Haltungsnoten bringt dir der weiteste Sprung nichts.“
Top-10 angepeilt
Während der Kärntner sich im Vorjahr in der ersten vollen Weltcup-Saison beim Auftakt zweimal mit Platz 40 begnügen hatte müssen, hängen die Trauben für den diesjährigen Start natürlich höher: „Ich will direkt vorne mitspringen, die Top-10 wären sicher ein Traum.“ Saisonziele will sich Daniel nicht setzen, aber eines ist klar: „Bei meiner halben Heim-WM in Planica muss ich dabei sein!“
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