Heute ist im Burgenland der „Equal Pay Day“. Statistisch gesehen verdienen ab diesem Tag nur noch die Männer, während die Frauen bis zum Jahresende für Gottes Lohn arbeiten.
Berechnet wird der „Equal Pay Day“ anhand des durchschnittlichen Einkommens. Heute, am 2. November, haben die Männer bereits jenen Betrag erreicht, für den Frauen noch bis Jahresende arbeiten müssen. In Zahlen beträgt der Unterschied zwischen den Geschlechtern 8.890 Euro oder 16,4 Prozent.
„Auf den ersten Blick könnte man an eine Verbesserung glauben, aber Achtung: der diesjährige Equal Pay Day beeinhaltet einen Krisen-Effekt“, so Arbeiterkammer-Vizepräsidentin Bianca Graf bei der Zahlenanalyse. Der geringer scheinende Unterschied sei der Corona-Krise geschuldet. So hätte der kurzarbeitsbedingte Wegfall der Überstunden von bei vollzeitbeschäftigten Männern, zu einem geringeren Anstieg ihrer Durchschnittseinkommen geführt. Am eigentlichen Problem habe sich aber nichts verändert. Noch immer würden Frauen von der Gesellschaft für unbezahlte Betreuung und Versorgung von Kindern und alten Menschen sowie für die Hausarbeit zuständig gemacht
Der geringer erscheinende Lohnunterschied ist der Krise geschuldet. Am Problem hat sich aber nichts verändert.
AK Burgenland Vizepräsidentin Bianca Graf
Die Arbeiterkammer Burgenland fordert, dass Frauen entlastet werden, und die Berufe, in denen sie überwiegend tätig sind, besser bezahlt werden müssen.








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