Um Schäden zu prüfen
Nord Stream 2 will jetzt auch Schiff einsetzen
Der Betreiber von Nord Stream 2 will die Schäden an der Gaspipeline nun ebenfalls von einem Schiff aus begutachten lassen. Vergangene Woche hatte das bereits der Betreiber der weitgehend parallel verlaufenden und ebenfalls beschädigten Pipeline Nord Stream 1 angekündigt.
„Wir planen ein Spezialschiff einzusetzen, das uns weiteren Aufschluss über den Zustand unserer Anlagen geben kann“, sagte Nord Stream 2-Sprecher Ulrich Lissek zu den „Badischen Neusten Nachrichten“. Das Chartern eines Schiffes könne aufgrund der Sanktionen gegen das Unternehmen jedoch schwierig werden.
Erst vergangene Woche hatte auch der Betreiber der ebenfalls beschädigten Pipeline Nord Stream 1 mitgeteilt, ein Spezialschiff einsetzen zu wollen. „Wir haben nur in der A-Röhre einen Druckabfall registriert. Der Druck in der B-Röhre ist normal geblieben. Demnach ist sie intakt“, sagte Lissek.
Die deutsche Regierung sieht das anders: „Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Sabotageakt mit starken Explosionen negative Auswirkungen auf beide Pipelinestränge hatte und die grundsätzliche technische Verfügbarkeit somit aktuell nicht mehr gegeben ist.“ Sie erinnerte darüber hinaus daran, dass die Pipeline eine notwendige Zertifizierung nicht erhalten habe und daher weiterhin nicht in Betrieb gehen könne. Das entsprechende Verfahren hatte Berlin selbst kurz vor Kriegsbeginn in der Ukraine auf Eis gelegt.
Vier Lecks entdeckt
Ende September waren nach Explosionen in der Nähe der Ostsee-Insel Bornholm insgesamt vier Lecks an den beiden Doppelsträngen entdeckt worden. Diese verlaufen von Russland nach Deutschland. Sowohl Vertreterinnen und Vertreter der EU als auch der NATO gehen von Sabotage aus.







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