Wenn Kunden anrufen, dann stellen sie sich tot, es gibt monatelang keine Termine und die Anträge bleiben einfach liegen. Eine Wiener Chaos-Behörde ist unser Kasperl der Woche.
Über die TV-Behörde MA 2412 haben wir noch Tränen gelacht, dabei geht es bei den Schnarchnasen-Beamten im Fernsehen weitaus produktiver zu als bei der MA 35 in der echten Welt. Die Wiener Behörde ist für die Einbürgerungen zuständig - oder sagen wir lieber: Sie wäre es.
Jeder zweite Anruf geht ins Leere
Seit Monaten häufen sich die Probleme der Magistratsabteilung. Anträge bleiben liegen, Telefone werden nicht abgehoben, Termine sind kaum möglich. Tatsache ist: Jeder zweite Anruf geht ins Leere. Und nicht erst seit dem Krieg in der Ukraine. Bei 50 Prozent der versuchten Kontaktaufnahmen im Oktober 2021 mussten die Antragssteller entnervt aufgeben. Kein Anschluss unter dieser Nummer. Auch die „Krone“ startete einen Testanruf: Keine Menschenseele hob ab.
Wenn Wunder geschehen
Wer wie durch ein Wunder doch einen Mitarbeiter aus Fleisch und Blut erreichen kann, für den hat der Leidensweg damit längst kein Ende. Nächster freier Termin: In neun Monaten! Die Stadt arbeite an einer weiteren Aufstockung der Kapazitäten, heißt es, gleichzeitig laufe eine Reform zur Optimierung der Abläufe und Prozesse der Behörde bis Ende 2024.
Wer jetzt dort anruft, wird vermutlich auch so lange in der Warteschlange verharren müssen. Die MA 35 - Wiens schlimmste Chaos-Behörde. Einer Weltstadt unwürdig.










Kommentare
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).