Ein 42-Jähriger steht wegen grob fahrlässiger Tötung vor Gericht: Er fuhr mit seinem Mercedes fast ungebremst in das Heck des Ford einer Familie. Die zwei kleinen Kinder auf dem Rücksitz überlebten den Aufprall nicht. Nach dem tragischen Unfall konnte im Blut des Angeklagten Kokain nachgewiesen werden.
Der Vater und die Mutter können im Zeugenstand die Tränen nicht zurückhalten. Erinnerungen haben sie fast keine mehr - außer, dass ihre beiden Kinder tot sind. Es war ein Autounfall, der wohl an Tragik nicht zu überbieten ist: Auf der A2 bei Mödling knallte ein 42-Jähriger mit seinem Auto ungebremst in das Fahrzeug der Familie. Für den Sechsjährigen kam jede Hilfe zu spät. Sein zweijähriger Bruder starb im Krankenhaus. Die Eltern wurden schwer verletzt.
Keine Reaktion wegen Kokain
Im Landesgericht Wiener Neustadt (NÖ) müssen sie nun den schrecklichen Unfall Revue passieren lassen. Der Unfalllenker muss sich wegen grob fahrlässiger Tötung verantworten. Er soll auf Kokain gewesen sein. Die Familie hatte eine Panne und musste auf der Fahrbahn stehen bleiben. Die Warnblinkanlage war eingeschaltet. Der Angeklagte soll wegen der Berauschung nicht reagiert haben.
Ich bin sofort ausgestiegen und hab eines der Kinder aus dem Auto gezogen. Ich hab zu ihm gesagt: ,Du schaffst das!' Es tut mir noch immer im Herzen weh.
Der Angeklagte im Landesgericht Wiener Neustadt
Kind aus dem Auto gezogen
Schuldig bekennt sich der 42-Jährige aber nicht. Das Kokain will er erst nach dem Unfall konsumiert haben. Außerdem soll er von einem anderen Autofahrer abgelenkt worden sein und habe deswegen die Familie zu spät bemerkt. Mit Tränen in den Augen sagt er vor Gericht: „Ich bin sofort ausgestiegen und hab eines der Kinder aus dem Auto gezogen. Ich hab zu ihm gesagt: ,Du schaffst das!‘ Es tut mir noch immer im Herzen weh.“
Der Prozess wird für ein psychiatrisches Gutachten vertagt!









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