




Ab heute, Mittwoch, läuft auf der Klagenfurter Herbstmesse das volle Programm. Messen-Geschäftsführer Bernhard Erler spricht im Interview über das lange Entstehen, den zeitlosen Sinn und das Herzstück einer solchen Traditions-Veranstaltung.
Um 10 Uhr öffneten am Mittwoch die Messetore, um 11.30 Uhr erfolgte die offizielle Eröffnung auf der Modebühne der Halle 2 mit Landeshauptmann Kaiser und Showacts. Bis in die Nacht wurde bei nahezu allen 400 Ausstellern auf den 50.000 Quadratmetern Fläche noch aufgebaut, geputzt und eingeräumt. Und doch geht es am Mittwoch gleich voll los: Mit der ersten Kochshow in der Halle 4, wo Chefköche ihre besonderen Kreationen zur Verköstigung anbieten.










In der Halle zwei werden täglich bei mehrere Modeschauen Trends präsentiert, gibt es Performance-Kunst, stellen sich auch Start Ups vor. Auf der Baumesse in der Halle 1 gibt es täglich Vorträge zu aktuellen Themen wie nachhaltiges Bauen. Die Halle drei ist der allgemeine Marktplatz, bietet auch eine Kunstausstellung. In der Halle 5 kann man sich in der Sand Lounge Area unter Palmen etwas erholen.
Interview mit Messen-Geschäftsführer Bernhard Erler
„Krone“:Zum 89. Mal eröffnet heute die Herbstmesse, was macht so eine Veranstaltung heute noch so wichtig?
Erler: Es ist der Platz, an dem Käufer und Verkäufer sich begegnen, in die Augen schauen, miteinander sprechen, diskutieren, Vertrauen aufbauen, wo man persönlichen Kontakt hat, das Produkt auch noch sinnlich erleben kann.
Was macht Klagenfurt besonders?
Wir machen uns immer Gedanken, wie wir die Messe zeitgemäß halten können, setzen bei der persönlichen Betreuung der Aussteller österreichweit Standards. Unser Team verbringt jeden Tag von 9 bis 16 Uhr in den Hallen bei den Kunden, um persönliche Bedürfnisse wahrzunehmen.
Wie lange dauern die Vorarbeiten?
Eigentlich das ganze Jahr über, die heiße Phase dauert sechs bis acht Monate, da arbeiten 25 Leute der Messe permanent daran. Beim unmittelbaren Aufbau sind dann etliche Subfirmen beteiligt.
Der Aufbau scheint bis zur letzten Minute zu dauern.
Man kann sich am Vortag kaum vorstellen, dass am nächsten Tag eine Messe sein soll. In meinem ersten Jahr war ich am letzten Tag so nervös, das mich meine Platzmeister am Abend nach Hause geschickt und gesagt haben - vertrau uns, das wird schon.
Wie kommt das Angebot zustande?
Wir versuchen aus allen Segmenten die relevanten Aussteller zu bekommen, sortieren und gliedern sie dann.
Klagenfurt konnte mit 400 Ausstellern die Quantität halten, war es schwer, wieder so viele zu kriegen?
Mein Team musste in der derzeitigen Krisenstimmung schon kämpfen, aber eine Messe ist eben auch dazu da, um positive Stimmung in der Wirtschaft zu erzeugen.
Was ist das Herzstück so einer Messe?
Die Halle drei, der Marktplatz, auf dem man fast alles bekommt, ist halt immer noch jener Ort, wo das richtige Messeflair entsteht. Die Hochdruckverkäufer, die da ihre Waren vorführen, sind teilweise richtige Entertainer. Das ist ein Erlebnis.








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