Ein Schutzengel schmiss zwei Alpinisten am Dachstein ein Schauferl Schnee vor die Füße - und rettete ihnen so vielleicht gar das Leben. Das tschechische Duo war am Gletscher ausgerutscht und schlitterte auf eine große Eisspalte zu.
Die beiden Tschechen (38, 45) waren am Dachstein unterwegs, verließen bei der Seethalerhütte den präparierten Gletscherweg und stiegen über den mit Schwierigkeit C bewerteten Schulteranstieg auf den Hohen Dachstein auf und konnten diesen problemlos erreichen. Beim Abstieg beschloss das Duo den Randkluftsteig, der die Schwierigkeitsstufe B hat und damit leichter ist, zu nehmen.
Nicht angeseilt
Gegen 14 Uhr erreichten die Berggeher den blanken und stark zerklüfteten Hallstätter Gletscher. Bereits am Gletscherbeginn nach Überwindung der Randkluft rutschten die beiden nicht angeseilten Männer auf einer Seehöhe von etwa 2860 Meter unabhängig voneinander aus. Sie konnten sich nicht mehr halten und schlitterten auf eine Gletscherspalte zu. Den Absturz vor Augen, dann die unerwartete Rettung: Die beiden kamen unmittelbar vor einer großen Gletscherspalte zum Stillstand.
Zeugen beobachteten Absturz
Dahinter gehende Deutsche hatten den Unfall gesehen, die Tschechen aus den Augen verloren. Sie waren sich sicher, dass diese in die Spalte gestürzt waren und setzten sie einen Notruf ab. Die Bergrettung Ramsau am Dachstein, der Notarzthubschrauber „Christophorus 14“ und der Polizeihubschrauber „Libelle Salzburg“ wurden in Marsch gesetzt, um die Opfer zu bergen. Doch diese waren zum Glück unverletzt und wurden per Tau vom Helikopter aufgenommen und ins Tal geflogen. Die deutsche Gruppe wurde von der Bergrettung auf den präparierten Gletscherweg zurückgebracht.
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