Frank Wedekind zeigte mit „Lulu“, wie eine Verführerin die biedere Sexualmoral des Patriarchats sprengt. Die Neuinszenierung des mutigen Stücks Theater ist ab Samstag in den Kammerspielen in Linz zu sehen.
Ein Skandalstück des 19. Jahrhunderts eröffnet die Schauspielsaison am Landestheater Linz kommenden Samstag: „Lulu“ von Frank Wedekind. Das junge Ensemblemitglied Cecilia Perez spielt die Titelrolle, die Inszenierung übernimmt Fanny Brunner. Sie sieht das Stück als „Symptom des Patriarchats“ und Verführerin Lulu als „männliche Konstruktion zwischen Kindfrau und ewigem Weib“. Vom Sozialdrama will Brunner es befreien, die Tragik in den Hintergrund rücken und stattdessen den Humor nach vorne holen. Sie meint: „Die Geschichte ist frisch und passt in den heutigen Diskurs, nur waren viele Interpretationen altmodischer als das Stück selbst.“ Ob sie die „Lulu“ erfolgreich ins Heute holen kann, ist bis 27. Jänner 2023 in den Kammerspielen zu sehen.
Tickets: www.landestheater-linz.at
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