Die gestiegenen Energiekosten lassen Eigenheimbesitzer umdenken. Der Trend zu eigenen Öfen nimmt zu. Ofensetzer spüren die Nachfrage, kämpfen aber mit einigen Problemen.
Die Nachfrage bei Öfen und ähnlichen Vorrichtungen ist derzeit enorm. Vor allem Kachelöfen mit einer Kochplatte liegen im Trend, wie Klaus Steinringer von Steinringer Ofenbau in Lienz schildert: „Die sind besonders moderat und leicht zu transportieren. Da stimmt auch das Preis-Leistungs-Verhältnis.“ Zwischen 4900 und 7000 Euro liegen die Preise.
Kunden denken bereits viele Jahre voraus
Auch an größeren Modellen steigt das Interesse. Steinringer sieht dabei vor allem einen Grund: „Es ist eine Frage der Unabhängigkeit.“ Zudem denken bereits viele Kunden an etwaige Blackouts oder andere Szenarien. Ein vorhandener Kamin, wie es beim Bau von Wohnungen und Häusern in den 70er- und 80er-Jahren üblich war, hilft da ungemein.
muss man mittlerweile bei diversen Materialien einplanen. Entsprechend lange warten heißt es auch für Kunden, die ihre neuen Öfen bestellt haben.
Handwerker kommen bei Reparaturen nicht nach
Sind mehr Öfen in Gebrauch, fallen natürlich Reparaturen an. Das bekommt derzeit vor allem Thomas Pitterl von Ofenbau & Fliesen Pitterl zu spüren: „Die Nachfrage ist unglaublich. Da komme ich kaum noch nach. Dass Handwerker derzeit gefragt sind, merken aber nicht nur wir.“ Bis zu 30 Reparaturaufträge warten derzeit in der Pipeline, Tendenz sogar steigend.
Das Problem: Die Fachkräfte: „Uns fehlen die Leute. Ein Mitarbeiter ist auf einer Baustelle und ich schaffe pro Woche nur ein paar Reparaturen alleine. Es kommen aber ständig neue dazu.“ Vor allem die Suche nach Lehrlingen gestaltet sich schwierig. Dazu Steinringer: „Ich bin händeringend auf der Suche, aber ich finde niemanden. Einfach jemanden einstellen geht halt in unserer Branche nicht.“ Neue Mitarbeiter brauchen Wochen, bis sie alleine einen Ofen aufstellen zu können.
Bis zu einem halben Jahr Warten auf Materialien
Als zusätzliche Erschwernis kommt die Lieferzeit für Materialien. Lagen diese im Vorjahr bei ein paar Wochen, haben die sich jetzt „verdoppelt oder gar verdreifacht“, schildert Pitterl die angespannte Situation. Entsprechend lange warten Neukunden auch auf ihre Anschaffungen. „Wer jetzt einen Ofen bestellt, muss damit rechnen, dass der erst im Feber kommt“, sagt Steinringer. Zwar seien seine Lager gut gefüllt, wer aber Spezialanfertigungen, etwa aus Keramik will, muss geduldig sein.









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