Die hohen Gaspreise bereiten dem Faserhersteller Lenzing Probleme. Das Unternehmen muss deshalb am Standort Heiligenkreuz wohl die Produktion zurückfahren. Indes arbeitet das Land Burgenland an einer alternativen Energielösung.
Aufgrund der hohen Gaspreise ist es für das Unternehmen derzeit nicht möglich, profitabel zu produzieren. In welchem Ausmaß die Produktionslinien tatsächlich reduziert werden müssen, ist offen. Laut dem Unternehmen hängt das vor allem von der weiteren Entwicklung der Gas- und Strompreise in den kommenden Tagen ab.
In Heiligenkreuz sind derzeit 340 Mitarbeiter beschäftigt. Beim AMS wurde jedenfalls bereits Kurzarbeit angemeldet. Um den Standort „langfristig retten zu können“, wie der Faserhersteller betont, soll nun auf andere Energiequellen umgestellt werden.
Arbeit an alternativer Energielösung
Gespräche mit dem Land und der Burgenland Energie sind bereits im Laufen. An alternativen Energielösungen wird gearbeitet. „Das Land ist zu jeder machbaren Kraftanstrengung bereit, um den Standort von Lenzing in Heiligenkreuz zu stärken und die damit verbundenen Arbeitsplätze langfristig abzusichern“, erklärte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ).
Die geplanten Sofortmaßnahmen für das Unternehmen umfassen laut Burgenland Energie eine Dach-Photovoltaikanlage und ein Biomasse-Kraftwerk am Standort sowie eine teilweise Versorgung durch die geplante Flächen-Photovoltaikanlage in Güssing, für die eine Bewilligung bereits vorliegen soll. Die Burgenland Energie betonte zudem, dass Lenzing bisher nicht ihr Kunde war. „Wir bieten aber allen Unternehmen im Burgenland an, gemeinsam Lösungen für die Energieproduktion zu finden“, heißt es.
Doskozil will weiter Preisdeckel für Betriebe
Der Landeschef fordert zudem erneut den Bund zum Handeln auf: „Es braucht rasch und unverzüglich einen Preisdeckel für Energie, der neben den Haushalten auch die Wirtschaft absichert“, so Doskozil.









Kommentare
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).