05.08.2022 10:17 |

Problem Sprengplatz

Großbrand in Berlin: Lage beruhigt sich

Im Berliner Grunewald sind mittlerweile große Teile des Feuers gelöscht. Der Sprengplatz vor Ort sei aber weiter ein großes Problem, teilte die Feuerwehr am Freitag mit. Am Vormittag soll sich der Sprengmeister der Polizei ein Bild der Lage machen.

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In der Nacht auf Freitag hat die Feuerwehr die Flächenbrände im Umkreis des Platzes erfolgreich bekämpft. „Diese Brände sind seit heute Früh nahezu gelöscht“, sagte Feuerwehr-Sprecher Thomas Kirstein. Am Boden gebe es nur noch vereinzelt Glutnester und kleinere Feuer. Insgesamt soll es auf einer Fläche von etwa 42 Hektar gebrannt haben.

Sprengplatz im Zentrum der Arbeiten
Im Zentrum der Arbeiten am Freitag steht nun der Sprengplatz, auf dem laut Polizei etwa 25 Tonnen Sprengstoff (z. B. Feuerwerkskörper, Weltkriegsmunition) lagern sollen. Um diesen zogen Einsatzkräfte wegen der Explosionsgefahren bereits einen Sperrkreis mit einem Radius von 1000 Metern. „Wir müssen damit rechnen, dass es weiter zu Detonationen und zum Trümmerflug kommt“, hieß es von der Feuerwehr. 

Am Vormittag soll sich der Sprengmeister der Polizei in einem Panzerfahrzeug der Bundeswehr dem Sprengplatz näheren und auf diese Weise einen ersten Eindruck gewinnen sowie eine Einschätzung der Lage abgeben. Dieser Plan ist nicht neu, sondern wurde bereits am Donnerstag gestartet und wieder abgebrochen.

Löschpanzer und Roboter
Die Feuerwehr greift auf Bergepanzer der Bundeswehr zurück und hat einen Löschpanzer einer privaten Firma angefordert, der in Gebieten mit Explosionsgefahren eingesetzt wird. Zudem sollen drei Roboter aus Niedersachsen Richtung Sprengplatz fahren und dort bei den Löscharbeiten helfen. Ihr erster Einsatz musste am Donnerstagabend abgebrochen werden, weil es Explosionen auf dem Gelände gegeben hat. An Löscharbeiten war stundenlang nicht zu denken.

Laut der „Bild“-Zeitung fragten die Einsatzkräfte auch an, ob sie einen Löschhubschrauber der Bundeswehr bekommen könnten. Dies wurde jedoch abgelehnt. Die Begründung: Ein solcher stehe aufgrund des Waldbrands in Sachsen derzeit nicht zur Verfügung. Aktuell beteiligen sich 150 Feuerwehrleute an den Löscharbeiten. Ungünstig war Freitagfrüh das Auffrischen des Windes, weil es die Gefahr birgt, dass das Feuer wieder aufflammt.

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