Ungar war in Russland:

Dieser LASK-Neuzugang ist ein Kriegsflüchtling!

Keine Frage: Dank seiner Klasse wird Ákos Kecskés die LASK-Innenabwehr weiter stabilisieren - gleiches wird umgekehrt der Verein mit dem neuen Leben des 26-jährigen ungarischen Teamverteidigers tun. Der zuletzt zwar geografisch weit, weit weg vom Krieg in der Ukraine war, als Russland-Legionär in seinem Alltag in Nischi Nowgorod aber davon trotzdem stark betroffen . . .

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„Eine weitere Defensiv-Option“, nennt LASK-Sportchef Rado Vujanovic Ákos Kecskés nüchtern. Seinen jüngsten Zugang! „Er bringt einiges an Auslandserfahrung mit und mit ihm können wir auf der Innenverteidiger-Position flexibler agieren“, sagt Trainer Didi Kühbauer über den Ungarn.

Der eine Art Flüchtling des Ukraine-Krieges ist, auch wenn Kecskés zuletzt im russischen Nischi Nowgorod – einem Standort der Fußball-WM 2018 – gespielt und gelebt hat. Damit rund tausend Kilometer von der Ukraine entfernt. Beim Vorjahreselften der Premier-Liga, in die der 1,90m-Verteidiger Ende Juli 2021 um 800.000 Euro vom FC Lugano/Sz. gewechselt war und in der er als Legionär wohl auch sehr gut bezahlt worden ist . . . 

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Es ist nervenaufreibend, nicht zu wissen, wie lange sich die Kriegssituation hinzieht.

LASK-Neuzugang Ákos Kecskés


Was eigentlich alles so ganz und gar nicht ins Bild von einem Kriegsflüchtling passt. Dennoch war für Kecskés der Wechsel zum LASK auch eine Flucht aus der Kriegssituation, über die der 26-Jährige schon im März gegenüber der ungarischen Plattform „Nemzetisport“ geklagt hatte: „In Nischi Nowgorod ist die Volkswirtschaft zusammengebrochen. Vor Geschäften stehen tausende Menschen Schlange.“ Dazu war generell zu hören, dass viele Legionäre ihr Geld nicht mehr in die Heimat schaffen konnten.

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In Nischi Nowgorod ist die Volkswirtschaft zusammengebrochen.

LASK-Zugang Ákos Kecskés

Doch auch im russischen Fußball selbst herrschte seit dem 7. März ständig Chaos, weil von da an Ausländer laut einem FIFA-Spruch einseitig aus ihren Verträgen aussteigen konnten. Was nun auch Kecskés getan hat!
Zuvor hatte er erklärt: „Jeden Tag gibt’s hier Neuigkeiten, welcher Spieler welchen Verein verlässt – und das hat große Auswirkungen auf die Liga!“ Und: „Ich kann mich hier nicht von Ereignissen und der Situation lösen, da ich hier lebe und Sanktionen meinen Alltag beeinflussen. Es ist nervenaufreibend, nicht zu wissen, wie lange sich die Kriegssituation hinziehen wird.“ Und auch wenn das weiter keiner sagen kann, so haben sich doch zumindest die Lebensumstände von Ákos Kecskés dank seinem Transfer nach Österreich völlig geändert.

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