05.08.2022 09:00 |

Rückblick auf 30 Jahre

In Tirol immer wieder schwere Unfälle mit Zügen

Nicht nur Eisenbahnkreuzungen können - wie am Mittwoch in St. Johann - zum Verhängnis werden. Auch andernorts kommt es zu Zugunfällen. Manche davon enden zum Glück glimpflich. Eine Auswahl an Unglücken aus den vergangenen 30 Jahren.

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  • Mai 2022: Am 12. Mai dieses Jahres wollte ein 34-jähriger Tiroler in Jenbach seinen Hund vor einem Zug retten. Das Tier kam dabei ums Leben, sein Herrchen wurde schwerst verletzt. Nur wenige Tage zuvor durchbrach am 3. Mai ein Teil eines Zuges mit einer unbemannten Lok bei Verschubarbeiten in Hall eine Lärmschutzwand. Der Zwischenfall endete zum Glück ohne Verletzte.
  • Dezember 2021: In Vils wurde am 30.12. eine 53-jährige Autolenkerin mit ihrem Fahrzeug beim Überqueren eines Bahnübergangs von einer Garnitur der Außerfernbahn erfasst und 70 Meter mitgeschleift. Die Frau wurde schwer verletzt.
  • Oktober 2021: Bei der Überquerung eines Bahnübergangs in Strassen in Osttirol wurde am 11.10. ein Italiener (50) mit seinem Mountainbike von einem Zug erfasst. Der Mann war sofort tot.

4800 Meter Gleis am Brenner neu verlegt

  • Dezember 2017: Zwischen Brenner und Steinach entgleisten am 22. Dezember die letzten beiden Doppelwagen eines talwärts fahrenden Güterzuges bei Tempo 125 km/h. Die Strecke musste mehrere Tage gesperrt, 4800 Meter Gleis neu verlegt werden.
  • Februar 2014: Am 10. Februar entrollten im Rola-Terminal Brennersee unbesetzte Lokomotiven und krachten in einen Begleitwagen sowie in eine Schiebelokomotive eines RoLa-Zugs. Verletzt wurde zum Glück niemand.
  • November 2001: Am 9.11. forderte auf der Außerfernbahn der Zusammenstoß eines deutschen Personenzugs und eines ÖBB-Güterzuges sechs zum Teil Schwerverletzte.
  • Juni 1999: Am 8. Juni geriet im 89 Meter langen Schönbergtunnel der Brennerbahn ein Zug der Rollenden Landstraße in Brand. Beim Zwischenfall mit schwierigen Löscheinsatz wurde niemand verletzt.

Vier Jugendliche von Regionalzug getötet, schwerstes Unglück im Jahr 1942

  • November 1993: Zwischen Flaurling und Oberhofen wurden am 29. November vier auf den Gleisen spazierende Jugendliche zwischen zwölf und 13 Jahren von einem Regionalzug erfasst und waren auf der Stelle tot.
  • Mai 1992: Ein mit Betonschwellen beladener Bauzug geriet am 8. Mai in der Nähe von Fieberbrunn ins Rollen. Ein in St. Johann arbeitender Bautrupp wurde davon erfasst. Zwei Arbeiter kamen dabei ums Leben.

Übrigens: Das bisher schwerste Unglück in Tirol ereignete sich am 18. September 1942: Wegen Hochwasser stürzte bei Nikolsdorf ein Zug in die Drau. Die Bilanz: 22 Tote und 100 Verletzte.

Sebastian Meinert / Kronen Zeitung

Claus Meinert
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