02.08.2022 16:00 |

Regelmäßig Mega-Staus

Aktivisten picken sich mit China-Giftkleber fest

Es gibt schon Bio-Superkleber, die versuchsweise sogar von Zecken gewonnen werden können, doch die Öko-Aktivsten picken sich wohl unwissentlich mit Gift aus China an!

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Als „giftig und reizend“ beschreibt das deutsche „Forschungslabor für Toxologie und Umgang mit chemischen Stoffen“ Prevor, den Hauptbestandteil jedes Superklebers. Der heißt chemisch korrekt Cyanacrylat - was an sich schon furchterregend klingt - und tatsächlich gefährlich für Mensch und Natur ist. Laut Entsorgern hat die hohe und schnelle Klebkraft, in diesem Fall eben zwischen Händen und Straße, ihren umweltbedenklichen Preis.

Superkleber gefährdet die Umwelt und Aktivisten
„Die sicherlich aus tiefem und begrüßenswerten Idealismus handelnden jungen Aktivisten wissen offenbar nicht, was sie sich und der Umgebung antun. Denn die diversen Superkleber werden nur allzu oft in China produziert und es ist nicht ratsam, giftige Dämpfe einzuatmen“, warnt ein Umweltchemiker. Vergleichsweise harmlos ist das Lösungsmittel Aceton, mit denen die Polizeiexperten zu Werke gehen, wenn sie die Serienblockierer von der Fahrbahn trennen.

Und das ist die Chronologie des für Lenker in Wien so lästigen Dauerverschmelzens:

  • 7. Februar - Erste Sitzblockade auf dem Gürtel.
  • 8. Februar - Der Verteilerkreis in Favoriten wird mitten im Frühverkehr völlig lahmgelegt.
  • 21. März - Blockade der Westeinfahrt. Kilometerlange Staus waren die Folge.
  • 24. März - Auf der Gürtelbrücke bei Spittelau kippten die Aktivisten säckeweise Brot auf die Fahrbahn.
  • 16. Mai - Klebeprotest auf der Freyung in der City.
  • 21. Mai - Eine Kreuzung am Naschmarkt wird besetzt.
  • 23. Mai - Mehrere Klebeprotestaktionen am Gürtel.
  • 2. Juni - Sitzblockade vor der Wirtschaftskammer.
  • 11. Juni - Protest auf der Autobahnabfahrt Erdberg.
  • 17. Juni - Ringblockade.
  • 1. August - Die bisher letzte Aktion der Klebechaoten. Wieder ist der Verteilerkreis betroffen.

Aber wie soll es jetzt weitergehen? Auf „Krone“-Anfrage heißt es aus dem Büro von Umweltstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ), dass Aktionen wie das Festkleben an Fahrbahnen nicht der richtige Weg seien, sein Missfallen auszudrücken. Die Klimakrise lasse sich weder durch Handauflegen noch durch Handaufkleben lösen. Die „Letzte Generation“ vermeldet, dass man jetzt „in eine Mobilisierungsphase“ trete und die Aktionen „intensiver werden“. Eine gefährliche Drohung.

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