Landesrat Stefan Kaineder rügt den schleppenden Netzausbau für Solarstrom - und bekommt von der Landes-ÖVP eine rügende Erinnerung an grüne Widerstände gegen Stromleitungsprojekte.
Gerade haben LH Thomas Stelzer (ÖVP) und Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) gemeinsam Sonnenstrom-Pilotprojekte für Wasserwerke und Kläranlagen präsentiert. Aber hinter dieser Fassade fliegen die Hacheln tief. So wundert sich ÖVP-Landesgeschäftsführer Florian Hiegelsberger gerade über einen „Schwenk“ Kaineders. Dieser kritisiere einen schleppenden Ausbau der Stromnetze, während Grüne über die Jahre immer wieder gegen den Bau von Stromleitungen aufgetreten seien. „Zum Beispiel bei der neuen 110-kV-Leitung im Alm- und Kremstal“, wie Hiegelsberger anmerkt. Unser Karikaturist visualisiert den grünen Landesrat schon als Kabelsaboteur.
Grüner ist fachlich für UVP-Prüfungen zuständig
Doch der sagt, er habe die zu langsame Netzertüchtigung für die Einspeisung von Strom aus privaten Solaranlagen gemeint. Überregionale Leitungen seien ohnehin zentral zu prüfen, wobei er selber fachlich für UVP-Prüfungen zuständig sei, die natürlich ganz objektiv abgewickelt würden. „Leistungsfähige Stromleitungen sind die Basis für die Energiewende“, erinnert Hiegelsberger aber Kaineder – garniert mit der Forderung, hier bei den Verfahren einen Zahn zuzulegen. Allerdings ist derzeit nur eines bei Kaineder anhängig...
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