Günter Kurz nutzte den Lockdown, um sein Sport-Hotel in Oberpullendorf von Grund auf zu sanieren. Mit „Konkurrent“ Thomas Angerer ging er eine Arbeitsgemeinschaft ein, die beiden übernahmen die Gastronomie auf Burg Lockenhaus.
Expandieren statt lamentieren - Günter Kurz wählte während des zweiten Corona-Lockdowns im Jahr 2020 einen nicht alltäglichen Weg der Krisenbewältigung. Der Oberpullendorfer dachte sich: „Wenn keine Gäste kommen dürfen, können sie auch vom Lärm nicht belästigt werden.“ Also nahm er ein stolzes Sümmchen in die Hand und sanierte sein Sport-Hotel von Grund auf - neuer Gastro- und Außenbereich, rundum renovierte 25 Zimmer, riesige Photovoltaik-Anlage.
Parallel dazu wurde im Thermenhotel in Lutzmannsburg, das Kurz seit 1997 führt, Hand angelegt. Auch dort beschreitet Kurz einen ungewöhnlichen Weg. Mit Thomas Angerer, der das All-in-Red-Hotel nebenan betreibt, ging der 56-Jährige eine Partnerschaft ein. „Normalerweise hat man in unserer Branche ja Angst, dass einem der Konkurrent was wegnimmt“, sagt Kurz. „Wir aber profitieren voneinander.“ Gemeinsam schaffte man einen Bummelzug an, die Kinderbetreuung wurde zusammengelegt, Dine-Around – Gäste des jeweils anderen dürfen gratis essen – ist beliebt.
Im letzten Lockdown wurde Kurz gefragt, ob er denn nicht die Gastronomie auf Burg Lockenhaus übernehmen wolle. „Alleine hätte ich das nicht gestemmt.“ Partner Angerer stieg ins Boot, das Essen mundet ausgezeichnet.
Tennisakademie ab September
Das nächste Projekt startet im September, wenn die Tennisakademie Burgenland, geleitet von Wolfgang Thiem, den Betrieb aufnimmt. Die Internatsschüler werden im Sport-Hotel-Kurz wohnen und auf den zehn Plätzen trainieren.














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