Was in Oberösterreich seit einigen Jahren immer wieder mal angedacht wird (insbesondere von der FPÖ), wird nun in Niederösterreich Wirklichkeit. Unser Nachbarbundesland (wo im Jänner Landtagswahl ist) vergibt ab Herbst als erstes Bundesland Landarztstipendien. Oberösterreich hätte lieber eine andere Lösung als einen Bundesland-Alleingang.
Als Gegenleistung für 923 Euro Förderung monatlich (im zweiten Studienabschnitt) verpflichten sich Bewerber und Bewerberinnen, fünf Jahre in Niederösterreich zu arbeiten, verkündete Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) am Montag. Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) sekundiert: „Das ist der Instrumente, um dem Ärztemangel Herr zu werden.“
Neue Medizin-Fakultät bringt Nachschub
Kommt das bald auch in Oberösterreich? Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP) sieht zuerst einmal in der neuen Medizinfakultät in Linz einen Hoffnungsgeber: "In Oberösterreich geht man geschlossen mit einer klaren Strategie gegen das Thema Ärztinnen- und Ärztemangel vor, deren Grundstein bereits im Jahr 2014 mit der Gründung der Medizinischen Fakultät an der JKU gelegt wurde. In konsequenter Verfolgung dieser Strategie wurde letztes Jahr auch der Lehrstuhl für Allgemeinmedizin ins Leben gerufen. Davon erhofft man sich einen guten Beitrag zur Bekämpfung des Ärztinnen- und Ärztinnenmangels in Oberösterreich.“
Alle OÖG-Kliniken sind auch Lehrspitäler
Haberlander verweist auch auf die tragende Rolle der Kliniken der Landesholding: „Insgesamt ist festzustellen, dass die qualitativ hochwertige und attraktive Ausbildung zum Facharzt/zur Fachärztin für Allgemeinmedizin an allen Klinikstandorten der oö. Gesundheitsholdung auf großes Interesse stößt. Abschließend ist zu unterstreichen, dass alle Kliniken der oö. Gesundheitsholding so genannte Lehrspitäler aller österreichischen medizinischen Fakultäten bzw. Medizinischen Universitäten sind.“
Bundesweite Stipendien-Regelung bevorzugt
Ein bundesweit geregeltes Landarztstipendium wäre auch für Oberösterreich interessant. Haberlander drängt dahingehend den Bund auch auf eine entsprechende gesetzliche Grundlage, um dieses Vorhaben bundesweit zu etablieren.















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