Kurzfristig vertagt werden musste jener Prozess gegen zwei Kosovaren (25, 27), die am Montag, 11. Juli, in Linz ab 9 Uhr vor Gericht stehen sollten. Sie sollen vor allem aus Tankstellen ganze Bankomatgeräte mitgenommen haben und sie werden durch Abdrücke ihrer Schuhsolen belastet. Grund: Drei von vier Schöffen waren ausgefallen.
Dem Duo werden in Summen 17 Einbrüche mit 320.000 Euro zur Last gelegt, nicht nur in Tankstellen, auch in private Wohnhäuser. Gekommen sollen die Beschuldigen immer mit Mietfahrzeugen sein, auf denen sie zur Tarnung gestohlene Kennzeichen montiert habne. Eingangstüren zu Tankstellen wurden einfach eingeschlagen und mit einem Akku-Spreitzer die am Boden verschraubten Bankomaten herausgerissen. Ihr „Handwerk“ beherrschten die Täter so gut, dass sie kaum fünf Minuten für einen Coup brauchten.
Im Bezirk Linz-Land war dann nach einem Coup Ende und das Duo, auf das die Polizei schon wartete, weil es überwacht wurde, konnte festgenommen werden. Die beiden Kosovaren streiten alles ab, wurden aber bei den Taten gefilmt und sie haben auch Spuren, wie die Abdrücke ihrer Schuhe hinterlassen. Dem Duo droht im Falle eines Schuldspruchs bis zu zehn Jahre Haft.
Es wären nur zwei Schöffen nötig gewesen
Am Montag wurde der Prozess aber abgeblasen. Denn von den vier Schöffen - zwei wären für die Durchführung nötig - sind drei ausgefallen. Zwei sind kurzfristig erkrankt, einer war der deutschen Sprache nicht mächtig und daher nicht einsetzbar. Jetzt muss ein neuer Termin gefunden werden.
















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