Jeden Tag rutschen in Österreich 50 weitere Mädchen und Buben unter die Armutsgrenze: Die Volkshilfe macht dagegen mobil.
Bereits im Vorjahr waren 368.000 Kinder und Jugendliche in Österreich von Armut und Ausgrenzung betroffen - alleine in Vorarlberg sind es 18.000. Im Jahresvergleich sind das im Schnitt gerechnet rund 50 Mädchen und Buben mehr pro Tag. Die Teuerung bedroht die Existenz dieser Familien noch stärker.
Petition für Grundsicherung
Die Volkshilfe hat nun eine Petition gestartet, um die Einführung einer Kindergrundsicherung zu gewährleisten. „Ein Sozialstaat, der die Kleinsten am Ende des Monats hungern lässt, ist keiner. Seit Jahren fordern wir eine Kindergrundsicherung, die armutsfest, gerecht und unbürokratisch ist. Nur gemeinsam können wir sie durchsetzen. Dafür sind wir einmal mehr unterwegs“, erklärt die Geschäftsführerin der Volkshilfe Vorarlberg, Annegret Senn. Sie engagiert sich seit über 20 Jahren.
Um für die problematische Situation mehr Bewusstsein zu schaffen, machte die Volkshilfe auf einer zweiwöchigen Österreich-Tour am Donnerstag in Feldkirch Station. „Viele Menschen wissen nicht, dass jedes fünfte Kind in unserem Land armutsgefährdet ist“, berichtet Sozialarbeiterin Viktoria Noichl.
Mehr Familien auf Unterstützung angewiesen
Warum die Einführung einer Kindergrundsicherung jetzt besonders wichtig wäre, zeigt ein Blick auf die aktuelle Preisentwicklung. Am Ende des Monats gibt es bei armutsbetroffenen Familien oft nur Butternudeln. Früher günstig, kosten Penne-Nudeln aktuell um 79 Prozent mehr als im Vorjahr, Butter um 31 Prozent. „Die Situation wird durch die Teuerung immer schlimmer. Wir erkennen in der Sozialberatung, einen deutlichen Zuwachs an Personen, die auf unsere Unterstützung angewiesen sind.“








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