23.05.2022 07:04 |

Flug aus Deutschland

Babymilch: Hilfslieferung in den USA eingetroffen

US-Präsident Joe Biden hat die Versorgung seines Landes mit Milchpulver für Säuglinge zu einer Aufgabe mit höchster Priorität erklärt. Dabei greift seine Regierung auch auf ein Rüstungsgesetz inklusive Luftbrücke zurück. Nun ist eine erste Hilfslieferung aus Europa eingetroffen. Eine US-Militärmaschine mit mehreren Tonnen der dringend benötigten Nahrung ist am Sonntag im US-Staat Indiana gelandet.

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Die Boeing C-17 mit mehr als 31 Tonnen Milchpulver war vom Militärstützpunkt Ramstein in Deutschland gestartet. „Wir haben einen zweiten Flug bekommen, um die spezielle Säuglingsnahrung von Nestle nach Pennsylvania zu transportieren“, erklärte Biden auf Twitter. Die nächste Lieferung solle „in den kommenden Tagen“ ankommen. Die erste Lieferung decke etwa 15 Prozent des unmittelbaren Bedarfs, sagte der Wirtschaftsberater des Präsidenten, Brian Deese, dem Sender CNN. Die Säuglingsnahrung wurde nach Indiana geflogen, wo sich ein Drehkreuz von Nestlé befindet. Dort soll sie in einem nahe gelegenen Labor auf ihre Qualität geprüft werden, bevor sie im Land verteilt wird.

Versorgungsengpass wegen Corona und Produktionsausfall
In den USA herrscht seit mehreren Monaten ein Mangel an Babymilchpulver. Ursache für die Knappheit der Säuglingsnahrung ist eine Verkettung von Umständen: In der Corona-Pandemie ging die Produktion von Babymilchpulver wegen Lieferengpässen und fehlenden Personals zurück. Im Februar dann musste die Firma Abbott nach dem Tod von zwei Säuglingen eine Milchpulverfabrik in Michigan schließen.

Die Prüfung der Lebensmittelbehörde ergab, dass das Produkt in Ordnung war - erst vergangene Woche einigten sich die Behörde und Abbott auf die Wiederaufnahme der Produktion. Es wird aber Wochen dauern, bis das Milchpulver wieder in den Supermarktregalen steht.

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