Jahresvergleich

Preisexplosion bei Mehl, Reis und Drogeriewaren

Die Wiener Arbeiterkammer hat die Preise in Märkten und Online-Shops erhoben. Fazit: Einzelne Produkte sind zum Vorjahr um mehr als 60 Prozent teurer geworden.

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Wenn der tägliche Einkauf zum Schockerlebnis wird. Die Arbeiterkammer Wien hat im März und April die Preise für günstige Drogeriewaren, Lebens- und Reinigungsmittel sowie ohnehin schon teureren Markenwaren erhoben und mit dem Vorjahr verglichen. Ergebnis: In beiden Schienen hat es dramatische Teuerungen gegeben.

Beispiele: Ein Kilogramm des preiswertesten Weizenmehls (griffig) kostete im Juni 2021 im Schnit noch 0,41 Euro, jetzt 0,67 Euro. „Ein Preisanstieg um rund 65 Prozent“, sagt AK-Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic. Für Bens Original Langkornreis (ein Kilo) verlangte ein Supermarkt 4,19 Euro, um 40 Prozent mehr als 2021. Ein Axe-Duschgel (250 Milliliter) wurde in einem Markt um 3,89 Euro gesichtet (im April des Vorjahres 2,39 Euro).

Zitat Icon

Reis ist teilweise um 40 Prozent teurer geworden.

Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic

In Online-Märkten oft nur mehr die teurere Ware
Was den Prüfern, die zehn Filialen und fünf Online-Shops durchforsteten, aufgefallen ist: Viele Online-Drogeriemärkte bieten oft nur mehr teurere Waren an. Und nicht die günstigen Eigenmarken, die sie früher auch gelistet hatten.

Es gibt jedoch Ausnahmen: Im Online-Shop von Müller sind die preiswertesten Drogeriewaren laut AK um 7,5 Prozent günstiger als vor einem Jahr. Konsumentschüzterin Zgubic: „Viele Menschen müssen billigere Produkte kaufen, weil es mit ihrem Haushaltsbudget eng ist. Daher muss die Politik alles tun, dass Lebensmittel leistbar bleiben.“

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Mittwoch, 29. Juni 2022
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