06.04.2022 06:00 |

25 Jahre später

Noch immer landet Gentechnik auf unseren Tellern

Auch 25 Jahre nach dem erfolgreichen Volksbegehren gegen Gentechnik landet diese noch immer über „manipuliertes“ Sojafutter aus Brasilien für Schweine auf unseren Tellern.

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„Wir können uns - abgesehen von Biofleisch - nie sicher sein, ob wir mit dem Schnitzel auf dem Teller nicht doch indirekt gentechnisch verändertes Soja aus Übersee konsumieren. Denn vor allem aus Brasilien kommen jährlich Hunderttausende Tonnen an manipuliertem Futtermitteln in die Tröge unserer Tiere. Und für diese Anbauflächen geht immer neuer Regenwald in Flammen auf“, warnt „Vier Pfoten“-Kampagnenleiterin Veronika Weissenböck.

Mehr als 1,2 Millionen Unterschriften
Rückblick auf das Jahr 1997: Damals gelang es Global 2000 - unterstützt von der „Krone“ -, mehr als 1,2 Millionen Österreicher gegen die „Frankenstein“-Verfahren zu mobilisieren. Die einstigen Öko-Meilensteine haben noch heute Gültigkeit: kein künstliches Essen aus dem Genlabor, keine Freisetzung von Genpflanzen in Österreich und keine Patente auf Leben.

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Wir können uns - abgesehen von Biofleisch - nie sicher sein, ob wir mit dem Schnitzel auf dem Teller nicht doch indirekt gentechnisch verändertes Soja aus Übersee konsumieren.

Veronika Weissenböck

Heftige Kritik am AMA-Gütesiegel
Brandaktuelle Forderung: Wenn schon heimisches Vieh klimavernichtendes Soja aus Südamerika und anderswoher zum Fressen bekommt, muss das Fleisch dieser Sauen wenigstens als solches gekennzeichnet sein. In diesem Zusammenhang setzt es auch neuerlich heftige Kritik am AMA-Gütesiegel: Hier gibt es lediglich ein freiwilliges Verzichtsmodell, aber keine gesetzliche Verpflichtung für Bauern zur Gentechnik-freien Fütterung.

Hohe Tierwohl-Standards bei Futter für Schweine
Inzwischen setzen die heimischen Lebensmittelhändler positive Akzente: So tragen etwa bei Rewe bereits 35 Eigenmarkenprodukte das „Fair zum Tier“-Gütesiegel. 170 „Billa-Bauernhöfe“ setzen unter dieser Marke unter anderem auf hochwertige, gentechfreie Futtermittel und andere „Sauwohl"-Standards. 

Mark Perry
Mark Perry
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