„Blaue Karte“

Ukrainische Erntehelfer können demnächst starten

Während auf den Feldern Spargel, Schnittlauch und Co. gedeihen, hindert die heimische Bürokratie ukrainische Kriegsflüchtlinge daran, als Erntehelfer zu arbeiten – wir berichteten. Jetzt soll es aber schnell gehen: Laut Innenministerium wurden bereits 7000 „blaue Karten“ versandt, täglich sollen nun etwa 3000 dazukommen.
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Das Gemüse warte nicht darauf, bis alle bürokratischen Erfordernisse erledigt sind – die Erntesaison starte jetzt: Die heimischen Bauern sind sauer, weil Vertriebene aus der Ukraine seit Wochen als Erntehelfer bereitstünden, mangels einer vom Innenministerium auszustellenden Erlaubnis aber noch nicht arbeiten dürfen.

200 Betriebe registriert
Der Wirtschaftsverbund OÖ ortet „Chaos“: Mehr als 200 Betriebe – nicht nur in der Landwirtschaft –, die ukrainische Arbeiterinnen benötigen würden, hätten sich laut AMS bereits registrieren lassen. Doch ohne Vertriebenenausweis, also die blaue Karte, geht nichts.

Aus dem Büro von Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) heißt es gegenüber der „Krone“, man möge „nicht die Nerven verlieren“: Mit Stand Dienstagabend seien die ersten 7000 blauen Karten in den Postversand gebracht worden, täglich kämen jetzt etwa 3000 dazu. Bis Mitte nächster Woche soll also ein Großteil der bisher 38.000 registrierten Ukrainer in Österreich den Vertriebenenausweis erhalten – und damit auch viele der potenziellen Erntehelfer in Oberösterreich.

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