Ukrainer aufgenommen

„Die Familie ist für alles unheimlich dankbar“

Oberösterreich
20.03.2022 08:00
„Jetzt müssen sie erst einmal ankommen“ – das Linzer Wirtsehepaar Margot und Harald Koll hat in der Dienstwohnung beim Lehner-Wirt statt Angestellten eine vierköpfige Familie aus Odessa in der Ukraine einquartiert und mit dem Nötigsten ausgestattet. Auch mit Internet – und da gab’s auch eine Szene zum Schmunzeln.

„Ich wollte dem Vater helfen, das Passwort im Handy einzugeben. Aber da war alles auf Kyrillisch. Und er kann mit unserem Alphabet noch nichts anfangen“, erinnert sich der Gastgeber, als man am Freitag die Eltern mit ihren zwei Töchtern (3, 13) vom Volksheim Bindermichl in ihr neues Heim brachte. „Die Sprachbarriere überwinden wir mit Online-Übersetzungsprogrammen“, sagt die Wirtin. Nach dem Einzug gab’s einen Großeinkauf, um die Familie auszustatten – vom Essen über Hygieneartikel bis zum Klopapier. „Ans Internet und einen Fernseher hatten wir erst nicht gedacht, aber gerade die sind wichtig“, weiß Harald Koll.

Schwestern und Mama noch in Odessa
Denn Mama Olga (36) hat ihre Mutter und zwei Schwestern in Odessa zurückgelassen, zu denen man via Internet Kontakt hält, und Vater Shaabie (56) will den Fernseher nutzen, damit man schneller Deutsch lernt. Das Willkommens-Essen war Wiener Schnitzel, ein Novum für die Familie. „Für die dreijährige Eva waren die Pommes am wichtigsten, die sind eben international“, lacht das Wirtsehepaar, das der Familie die Wohnung so lange wie nötig zur Verfügung stellt: „Wir wollen nichts dafür, sind froh, helfen zu können und bekommen von der Familie so viel zurück.“

Die Hilfsbereitschaft in Oberösterreich überwältigt auch Integrationslandesrat Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP): „Wir konnten in einer Woche schon 993 Geflüchtete in private Quartiere vermitteln.“

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