18.03.2022 07:01 |

Baustopps drohen

Krieg sorgt für erste Engpässe auf den Baustellen

Aufgrund der Sanktionen gegen Russland fehlen auf Deutschlands Baustellen zunehmend Schrauben und Nägel. Aber nicht nur derlei Ausfälle sorgt für Herausforderungen für die Bauindustrie: Auch die rasant steigenden Preise führen zu zunehmender Unsicherheit.

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Lieferungen für wichtige Produkte wie Schrauben und Nägel kämen aufgrund von Sanktionen nicht mehr in Deutschland an, sagte Tim Oliver Müller, Geschäftsführer des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Wir können heute nicht sicher sagen, ob genügend Material für alle Baustellen in Deutschland vorhanden sein wird.“

„Sollten uns fragen, auf welche Projekte wir verzichten“
Einen Baustopp für eine Vielzahl von Projekten könne er nicht mehr sicher ausschließen, sagte Müller weiter. „Vielmehr sollten wir uns heute schon die Frage stellen, welche Projekte wir einstellen müssen und auf welche wir nicht verzichten können.“ Mit den Vorständen großer Auftraggeber wie der Deutschen Bahn oder der Autobahn GmbH sei die Bauindustrie bereits in Kontakt.

Preisspirale dreht sich
Ein weiteres Problem sind Preissteigerungen für wichtige Rohstoffe wie Stahl, Bitumen oder Aluminium. „Teilweise werden Preise nur im Stundenrhythmus garantiert“, sagte Müller. „Angebote wie bisher seriös zu kalkulieren und abzugeben, ist damit unmöglich.“ In laufenden Verträgen könnten die Unternehmen Preissteigerungen aber nicht weiterreichen und blieben daher auf den Mehrkosten sitzen.

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