05.03.2022 06:00 |

Keine Rodung

Entscheidung für Jormannsdorfer Wald gefallen

Schon länger wird um die Zukunft des Waldes beim Schloss in Jormannsdorf gerungen. Wie berichtet, wurde das Ansuchen um Rodung von der Bezirkshauptmannschaft abgelehnt. Die Eigentümerin ergriff daraufhin Rechtsmittel, blitzte aber vor Gericht ab.
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Der in Privatbesitz befindliche Wald schwelgt seit längerer Zeit im „Dornröschenschlaf“. Der Natur überlassen, ist der einstige Park als solches kaum wiederzuerkennen. Vor eineinhalb Jahren wurde bekannt, dass der „grünen Lunge“ die Rodung drohen könnte. Die Eigentümerin wollte den Grund verkaufen, die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft sicherte sich eine Kaufoption.

Antrag auf Rodung abgelehnt
Im Ort bildete sich jedoch Widerstand. Rund 600 Unterschriften sammelte eine Initiative zur Rettung des Waldes. Einen Antrag der Besitzerin auf Rodung wies die Behörde ab, die Eigentümerin wandte sich daraufhin an das Verwaltungsgericht.

Wie nun bekannt wurde, scheiterte die Beschwerde. Das Gericht sah den Erhalt des Waldes wichtiger als die Schaffung von Siedlungsraum, weil es in der Gemeinde ausreichend Baulandreserven gebe. Die Eigentümerin kann sich noch an Verwaltungsgerichtshof oder Verfassungsgerichtshof wenden. Das sei bisher nicht passiert, heißt es vom Landesverwaltungsgericht. Die Frist läuft bald ab.

„Wunschdenken“
Seitens der Initiative zeigten sich Gernot Nicka, Herbert Rehling und Peter Halper erleichtert über die Gerichtsentscheidung. Sie wünschen sich, dass der teilweise als Aufschlussgebiet Wohngebiet gewidmete Wald wieder rückgewidmet, von der öffentlichen Hand – Land, Gemeinde – gekauft und revitalisiert wird. Wobei Halper in dem Zusammenhang allerdings von „Wunschdenken“ spricht. Wichtig sei, dass nicht gerodet werde, betont er.

Die OSG habe die Kaufoption in der Zwischenzeit auslaufen lassen, wie Geschäftsführer Alfred Kollar erklärt. Grund dafür war die Verzögerung bei der Rodungsbewilligung. Bürgermeister Gert Polster kann sich angesichts der Gerichtserkenntnis eine Rückwidmung durchaus vorstellen. Ein Kauf sei aber angesichts des hohen Preises - es soll sich um eine hohe sechsstellige Summe handeln - „utopisch“.

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