Plan nicht fertig

Linz bietet Land Mithilfe bei Suchtstrategie an

Die Corona-Isolation war für Kinder und Jugendliche auch in Linz nicht förderlich, einige flohen in die Sucht. Grund genug bei FP-Gesundheitsstadtrat Michael Raml nachzufragen, was aus der vor drei Jahren groß angekündigten Suchtstrategie geworden ist. Vorweg: nichts – bietet man dem Land aber seine Mitarbeit an.
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Der städtische Aktionsplan für Drogen – eine fürwahr unendliche Geschichte... Nachdem 2019 im Gemeinderat auf VP-Antrag die Ausarbeitung eines solchen beschlossen wurde, präsentierten SP-Stadtvize und Sozialreferentin Karin Hörzing und FP-Gesundheitsreferent Michael Raml wenig später einen mehrstufigen Strategieplan, der in Zusammenarbeit mit dem Institut für Suchtprävention abgearbeitet werden sollte. Doch wirklich Greifbares war selbst nach zwei Jahren nicht dabei rausgekommen. Raml hatte schließlich versprochen, bis Anfang vergangenen Sommers ein Maßnahmenpaket präsentieren zu wollen. Doch da machte ihm dann der Bund einen Strich durch die Rechnung – indem man eine in Auftrag gegebene Schülerumfrage stoppte, weil laut Bildungsministerium diese in keinem Zusammenhang zum Schulbetrieb gestanden wäre und man auch datenschutzrechtliche Bedenken hegte.

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Wir haben uns intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt, ich würde Haberlander gerne die Mitarbeit des Linzer Gesundheitsressorts anbieten.

FP-Gesundheitsreferent Michael Raml

Strategie fehlt weiter
Kurzum: Die Strategie fehlt weiter, weil mit dem Ende der vergangenen Amtsperiode auch alle bis dahin nicht abgeschlossenen Anträge nicht weiterverfolgt wurden. Doch der Freiheitliche will gerade jetzt, da die Suchtproblematik bei Jugendlichen wissentlich schlimmer geworden ist, etwas tun: „Schon 2019 hatte ich gemeint, dass eine Linzer Insellösung nur wenig Sinn machen würde, weil Suchtkrankheiten schließlich nicht an der Stadtgrenze enden. Aufgrund des Beschlusses haben wir aber dennoch zusammen mit dem Institut für Suchtprävention gute Vorarbeit bis zum Vorjahr geleistet, ehe die Umfrage gestoppt wurde.“ Letztere hatte wiederum LH-Vize Christine Haberlander (VP) im Herbst im Bezug auf einen oberösterreichweiten Aktionsplan gegen Drogen angekündigt, Jugendliche sollten zum altersspezifischen Suchtverhalten befragt werden. „Wir haben uns intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt, ich würde Haberlander gerne die Mitarbeit des Linzer Gesundheitsressorts anbieten“, so Raml.

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