Der kriegerische Vormarsch von Putins Truppen in der Ukraine ist das eine, die Sanktionen der EU das andere. Zum Unterschied von früheren Sanktionen hat man diesmal viel schärfere Maßnahmen ausgepackt.
Interessanterweise sind es nicht die bekannten Einschränkungen bei Warenlieferungen, diesmal hat man, überraschend, aber doch, zur quasi finanziellen Nilpferdpeitsche gegriffen. Und zwar mit dem teilweise Ausschluss der Russen aus dem SWIFT-Zahlungssystem und vor allem mit den Einschränkungen für die russische Nationalbank.
Da wankt der scheinbar unverletzliche russische Bär: Der Wert des Rubels befindet sich im freien Fall, der Leitzins musste hektisch auf 20 Prozent verdoppelt werden, vor den Banken bilden sich lange Schlangen besorgter Bürger, aber all das ist erst der Anfang.
Nicht nur die Zahlungsströme stocken, auch die Inflation schnellt hoch. Den Russen, denen es unter Putin weit weniger gut als erhofft gegangen ist, wird es bald noch schlechter gehen. Die Inflation steigt, Importe von lebensnotwendigen Gütern werden schwieriger und teurer. Noch wagt niemand gegen Putin aufzustehen, aber die Zeitbombe tickt.
Die EU muss genau aufpassen, wie man mit der finanziellen Nilpferdpeitsche zuschlägt: Wo schadet man sich selbst, wo muss man Kanäle offenlassen, um weiter Gas zu bekommen und auch bezahlen zu können. Die Geldtransfers sind die Achillesferse von Putin & Co.














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