23.02.2022 18:33 |

Ukraine-Konflikt

USA befürchten bis zu fünf Millionen Flüchtlinge

Die Vereinigten Staaten befürchten, dass bei einem Krieg in der Ukraine bis zu fünf Millionen Menschen flüchten müssen oder vertrieben werden. „Wenn Russland diesen Weg weitergeht, könnte es nach unseren Schätzungen eine neue Flüchtlingskrise auslösen, eine der größten, mit der die Welt heute konfrontiert ist - mit bis zu fünf Millionen weiteren vertriebenen Menschen“, sagte die UNO-Botschafterin Linda Thomas-Greenfield am Mittwoch vor der UN-Vollversammlung in New York.

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Bei der Sitzung des größten UN-Gremiums handelte es sich um ein lang geplantes Standardtreffen zur Lage in den von Separatisten besetzen Gebieten der Ukraine. Eine Abstimmung über einen Resolutionstext war nicht geplant.

Guterres warnt vor einer weltweiten Not
Vor Thomas-Greenfield hatte schon UNO-Generalsekretär António Guterres vor den Folgen einer Ausweitung des Ukraine-Konflikts gewarnt. Die Welt könnte dann nämlich „ein Ausmaß und eine Schwere der Not erleben, wie es sie seit vielen Jahren nicht mehr gegeben hat“, so Guterres.

Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba warnte bei dem UNO-Treffen eindringlich vor den politischen Folgen einer russischen Invasion in seinem Land. „Der Beginn eines groß angelegten Krieges in der Ukraine wird das Ende der Weltordnung sein, wie wir sie kennen“, sagte Kuleba am Mittwoch vor dem größten Gremium der Vereinten Nationen.

„Niemand wird diese Krise aussetzen könen“
„Ich warne jede Nation in diesem hochrangigen Saal: Niemand wird diese Krise aussitzen können, wenn Präsident Putin beschließt, dass er mit seiner Aggression gegen die Ukraine fortfahren kann“, erklärtee Kuleba. Es handle sich auf einen Angriff auf die internationale Ordnung und die Unabhängigkeit eines jeden Landes. Die Welt müsse sich auf eine neue, „düstere Realität einer neuen aggressiven und revisionistischen Herrschaft in ganz Europa“ einstellen.

Gleichzeitig versicherte Kuleba, dass die Ukraine, anders als von Moskau behauptet, keine militärischen Operationen in der Ostukraine plane. Russland wolle damit nur einen Vorwand für einen Krieg schaffen. „Die Ukraine wird nicht zögern, als Reaktion auf die bewaffneten Angriffe der Russischen Föderation ihr innewohnendes Recht auf Selbstverteidigung gemäß Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen auszuüben“, erklärte der ukrainische Außenminister (siehe Video oben).

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