13.02.2022 18:00 |

Portrait

„Wünderla“ macht sich wunderbar

Dank der ungewöhnlichen Mischung aus Café, Tages-Bar, Feinkostladen und Geschenke-Boutique schuf Verena Walch mit dem „Wünderla“ nicht nur für Bludenz etwas sehr Spezielles.

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Im Oberländer Dialekt steht „Wünderla“ für Neugier - und neugierig macht das im Herzen von Bludenz gelegene Lokal allemal. „Das Wünderla ist eine kleine Tages-Bar, in der aber auch Geschenke und kulinarische Köstlichkeiten erworben werden können und in der man einfach gerne seine Zeit verbringen möchte“, erzählt Inhaberin Verena Walch, die auch ganz bewusst „Zeit“ zu den Angeboten des „Wünderla“ zählt.

Sie ließ sich für ihren Einstieg in Gastronomie und Handel jedenfalls viel Zeit: „Ich war immer gerne kreativ, also ging ich erst in Richtung Design“, so die gelernte Textilbetriebstechnikerin, welche für die Firma Getzner Modemessen besuchte und dort unter anderem auch eine selbstentworfene Hemden-Kollektion ausstellte. 2008 suchte Verena die berufliche Veränderung, wurde erst Büroleiterin bei der damaligen Landesrätin Greti Schmid und wechselte später ins Veranstaltungsmanagement der Abteilung „Regierungsdienste“, wo die 46-jährige nach wie vor gerne tätig ist. Dennoch nahm Verena 2018 eine dreimonatige Auszeit, gab es doch in ihrer Heimatstadt Bludenz ein neues Projekt, das sie umsetzen wollte und sollte - eben das „Wünderla“.

In-Treff der Alpenstadt
„Mein Partner Beat Fleisch hat mit seiner Immobilienfirma das historische ’Stadthaus 38’ in Bludenz entwickelt. Im Erdgeschoss waren Geschäfte geplant und bald war uns klar: Da muss etwas rein, das zum Gebäude passt und die Innenstadt bereichert, wo etwas konsumiert werden kann und es spezielle Geschenk-Ideen und Produkte gibt.“

Verena und Beat planten aber nicht nur, sie betreiben das neue Lokal, das sich zu einem In-Treff in der Alpenstadt entwickeln sollte, auch gemeinsam. „Das Einrichten, die Bestellungen und viele andere Dinge mussten in kürzester Zeit erfolgen. Am 1. Dezember 2018 war es dann soweit“, erinnert sich Verena an die intensive Startphase. Mittlerweile verwöhnen drei Mitarbeiterinnen die Gäste - und diese zeichnen sich vor allem durch Treue aus. „Es haben sich regelrechte Stammtische entwickelt“, freut sich Verena.

Die enge Bindung zur Kundschaft half auch, die Pandemie zu überstehen: „Jetzt erst wissen wir, wie wertvoll es ist, Gäste zu haben, die zu einem halten, wenn die Zeiten herausfordernd sind.“ Gekommen sind die Kunden freilich in erster Linie, um sich verwöhnen zu lassen - etwa mit exklusivem Walnuss-Paradeis-Pesto, Marchfelder Spargel oder den eingelegten Zucchini aus Mamas Garten. Und da ihr Lebensmotto „Versuch macht klug“ lautet, werden uns Verena und ihr „Wünderla“ wohl noch oft überraschen - und die Neugier in wecken...

Raimund Jäger
Raimund Jäger
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