23.01.2022 11:55 |

Skicross

Quereinsteigerin raste auf eigene Kosten zum Sieg

Bereits fünf Siege durften Vorarlbergs Skicrosser in der laufenden Europacupsaison feiern. Vier davon gehen auf das Konto des Dornbirners Mathias Graf, zuletzt trug sich aber auch die Harderin Sonja Gigler erstmals Siegerlisten ein. Dabei war der Weg der 20-Jährigen alles andere als unkompliziert.

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Bereits 99 Punkte beträgt der Vorsprung von Mathias Graf auf Melvin Tchiknavorian (Fra) in der Europacupgesamtwertung. Nach sieben von 14 Entscheidungen ist der frühere alpine Technik-Spezialist auf bestem Weg, schon im kommenden Winter - ausgestattet mit einem Fix-Ticket - den Skicross-Weltcup aufzumischen. „Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg“, weiß Graf, der in diesem Winter bereits vier Siege, den letzten am Freitag am Lenk (Sz), einfahren konnte.

Seine Trainer würden dem 26-Jährigen schon jetzt zutrauen auch in der obersten Liga mitmischen zu können, wollen den Kästle-Piloten vorerst aber weiterhin im Europacup Erfahrung sammeln lassen. Einen ersten Vergleich mit der absoluten Weltelite könnte es aber dennoch bereits in dieser Saison geben. „Beim Weltcup auf der Reiteralm im März wäre ich gerne dabei“, verrät der Dornbirner, der nach seinem Umstieg direkt in den ÖSV-B-Kader eingestuft worden war.

Anders als Sonja Gigler, die in der Schweiz ihren ersten Europacupsieg feierte. Als Mitglied des Vorarlberger Alpinkaders, wurde sie nach ihrem Wechsel ins Skicrosslager zur „Mittrainiererin“ im ÖSV, ihre Familie musste viel aus der eigenen Tasche finanzieren. „Mein Papa war von meinem Umstieg nicht sonderlich begeistert und hat mir auch gesagt, dass er mich auch nur noch für einen begrenzten Zeitraum finanziell unterstützen kann“, erzählt die 20-Jährige, die gesteht: „Das hat schon ein wenig Druck erzeugt. Allerdings einen positiven Druck!“ Und nun gibt es auch (finanzielle) Erleichterung.

„Dank ihrer Ergebnisse, bekommt sie vom Verband aber eine Unterstützung“, erklärt ÖSV-Coach Marzel Renn. Zudem darf die Kästle-Pilotin in der kommenden Saison wohl mit einem Fixplatz in einem der ÖSV-Kader rechnen.

Die nächste Chance im Europacup für Furore zu sorgen haben die Ländle-Skicrosser am 5. und 6. Februar im benachbarten Grasgehren (D). Davor wird es aber noch ein Trainingscamp auf dem Bödele geben, bei dem neben Starttrainings auch ausgiebige Materialtests auf dem Programm stehen werden.

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