OÖ Lokalaugenschein

Schleusen, Stempel und Security im ganzen Land

Tag 1 der verpflichtenden 2-G-Kontrollen im Handel im „Krone“- Lokalaugenschein. Erste Bilanz: je größer, desto strenger.

Tag 1 der verpflichtenden 2-G-Kontrollen auch in Oberösterreich! Die „Krone“ schaute sich quer durchs Land um. In der Regel wird der Grüne Pass verlangt, wenn auch mit unterschiedlichem Nachdruck. Die freiwilligen Stempelaktionen in Shopping-Tempeln werden unterschiedlich gut angenommen. „Ich lass’ mir doch keinen Stempel aufdrücken wie bei der Viehbeschau“, meinte ein Kunde in der Rieder Weberzeile. Musste er auch nicht. Wie in der Linzer Passage soll dieser das Leben erleichtern.

Einmalige Bestätigung
„Mit der einmaligen Bestätigung Ihres 2-G-Status am Eingang und dem Abgleich mit einem Lichtbildausweis erhalten Sie den Stempel und ersparen sich damit das Vorzeigen des Grünen Passes in den Geschäften“, gab’s als Erklärung. Unsere Blitzumfrage ergab durchwegs positive Rückmeldungen. Wer in den Supermarkt oder zur Teststraße musste, braucht keinen 2-G-Nachweis.

Auffällig ist:
Je größer das Geschäft, desto strenger. Hier werden meist extra Leute – Security oder Lehrlinge – abgestellt und verlangen neben dem Grünen Pass auch einen Lichtbildausweis. In kleineren Läden reichte meistens das Herzeigen des Passes am Handy. Selten wurde der QR-Code auch gescannt.


Im Donaupark Mauthausen
Im Donaupark Mauthausen oder im Frunpark Asten fragten Angestellte zwar nach dem Grünen Pass, den Ausweis konnte man aber getrost stecken lassen. Dafür standen in Mauthausen bei einem Sportfachhändler bei beiden Eingängen Lehrlinge als „2-G-Kontrolleure“.

Unfreundliche Worte
Dass dabei manchmal auch unfreundliche Worte fallen, ist unvermeidlich. „Mich hat man schon mehrmals beschimpft, weil ich nach dem 2-G-Ausweis gefragt habe“, erzählt ein Wirt aus dem Bezirk Rohrbach, der schon Übung im Nachfragen hat.

Kritik von FPÖ
In Linz hat sich FP-Stadtrat Michael Raml schon kritisch zu den verpflichtenden Kontrollen ausgesprochen: „Das schadet nachhaltig der Einkaufsstadt Linz.“ Allerdings würde das auch für alle anderen Orte gelten, denn nicht nur in Linz muss nun kontrolliert werden.

„Wir sind nicht dazu da, Fälschungen aufzudecken“
Auch gleich hinter der Landesgrenze, in Salzburg, wird auf 2-G geschaut - seit 3. Jänner. Der Aufschrei des Handels war kurz, sagt Peter Buchmüller von der Wirtschaftskammer: „In der Praxis hat sich der Kontrollaufwand als überschaubar erwiesen.“ Generell scheint bundesweit die Einstellung, „alles ist besser als ein Lockdown“ vorzuherrschen. Rainer Trefelik (WKO) sagt allerdings: „Wir sind nicht die Polizei. Fälschungen aufzudecken, kann nicht Sache des Handels sein.“

Von
Krone Oberösterreich
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