02.01.2022 16:36 |

Brand außer Kontrolle

Südafrika: Parlament durch Feuer komplett zerstört

Im südafrikanischen Parlament in Kapstadt ist in den frühen Morgenstunden des Sonntages ein Brand ausgebrochen, der seit Stunden nicht unter Kontrolle gebracht werden kann. Der Sitz der Abgeordneten sei durch die seit dem Morgen wütenden Flammen „komplett verbrannt“, so ein Parlamentssprecher. Präsident Cyril Ramaphosa sprach von einem „schrecklichen und verheerenden Ereignis“.

An dem Gebäude waren Sonntagmorgen Flammen und dichte Rauchwolken zu sehen, Rettungsdienste mussten bald Verstärkung anfordern. Von einem Kran aus versuchte die Feuerwehr, die Flammen zu löschen. Zudem wurden Risse in den Wänden eines Gebäudes festgestellt. Das Feuer war gegen 4.30 Uhr (MEZ) ausgebrochen, die Brandursache ist noch unklar.

Ganzer Komplex bereits schwer beschädigt
Insgesamt besteht der Parlamentskomplex aus drei Gebäuden. Nach Angaben der Behörden breitete sich das Feuer von einem Büroraum im dritten Stock eines an das alte Gebäude der Nationalversammlung angrenzenden Gebäudes auf eine Turnhalle und auf Dächer aus, so die „The New York Times“. Der gesamte Parlamentskomplex sei „schwer beschädigt - durch Wasser und Rauch“, so JP Smith, Mitglied des Ausschusses für Sicherheit des Bürgermeisters von Kapstadt. Er fügte hinzu, dass „das Dach über der alten Versammlungshalle komplett weg ist“.

Sprinkleranlage sprang nicht an
Das Feuer hätte sich vor allen Dingen ausbreiten können, da die Sprinkleranlage des Gebäudes nicht angesprungen sei. Die Einsatzkräfte seien aber innerhalb weniger Minuten zur Stelle gewesen, sie kämpfen bereits seit Stunden gegen die Flammen an. Ohne ihr Eingreifen wäre die Nationalversammlung „in Schutt und Asche“ gelegt worden, so Präsident Cyril Ramaphosa, der den Brandort besuchte. Er sprach von einem „schrecklichen und verheerenden Ereignis“, berichtet BBC. Ein 51-jähriger Verdächtiger sei festgenommen worden.

Informationen über Opfer lagen zunächst nicht vor. Die Rettungskräfte riegelten die Straßen des Viertels rasch ab. Die Absperrungen reichten bis in die Nähe der Kathedrale, in der am Vortag die Trauerfeier für den Friedensnobelpreisträger und Bischof Desmond Tutu stattgefunden hatte und in der Tutu am frühen Sonntagmorgen in einer Urne beigesetzt worden war.

Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).