27.12.2021 11:35 |

Wichtiger Artenerhalt

Orchideen aus dem Neusiedler „In-vitro-Glas“

Lotte und Thomas Ederer vermehren seit rund 20 Jahren Orchideen. Die beiden haben etwa 200 verschiedene Sorten und zwar ausschließlich Naturformen. Einige davon sind in freier Wildbahn bereits ausgestorben. Die Neusiedler erhalten ihre Art und arbeiten eng mit dem Botanischen Garten in Wien zusammen.
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Lotte Ederer und ihr Mann haben sich einen Namen dabei gemacht, die Orchideenvermehrung „erschwinglich“ werden zu lassen. Sie haben sich ihre sterile Werkbank genauso selbst gebaut, wie sie ihre Nährböden selbst kochen und mischen, und auch die In-vitro-Gläser werden mit einem günstigen Rohstoff, nämlich mit Frischhaltefolie, verschlossen. Denn diese ist auf der Innenseite keimfrei und deshalb geeignet.

Zusammenarbeit mit Botanischem Garten
Das Saatgut für ihre Arbeit bekommen die zwei vom Botanischen Garten, diese erhalten einen Teil als Sämlinge zurück. Den anderen Teil verkaufen die beiden. „Die meisten Sämlinge gehen ins Ausland“, schildert Lotte Ederer. Hierzulande tut sich kaum einer die Aufzucht von Orchideen an. Denn manche Arten brauchen 20 Jahre, bis sie zum ersten Mal blühen.

Thomas Ederer hat sich sein Wissen über die bedrohtesten Juwelen der Pflanzenwelt im Selbststudium beigebracht. Er hat Kontakte auf der ganzen Welt und ist wegen seines Wissens über Orchideen mehr als angesehen. Genau wie seine Frau, die eigentlich Einzelhandelskauffrau ist, sich bei ihrem Mann mit dem „Orchideen-Virus“ infiziert und dann ihr Hobby zum Beruf gemacht hat. „Teilweise dient unsere Arbeit dem Artenerhalt“, so die beiden. „Je seltener eine Orchidee in der Natur vorkommt, desto wertvoller ist sie natürlich für uns und für nachfolgende Generationen, für die wir die Pflanzen erhalten wollen.“

Übrigens: Im Burgenland gibt es in der freien Natur viele Orchideen. Vor allem im Leithagebirge, aber auch auf den Zitzmannsdorfer Wiesen im Nationalpark Neusiedlersee sind Frauenschuh und Co. anzutreffen. Aber bitte: nur schauen und sie wachsen lassen! Denn einerseits sind die Pflanzen geschützt, andererseits würden sie im heimischen Garten sowieso eingehen.

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