26.12.2021 16:34 |

Corona-Kranker dabei

500 Migranten landeten am Stefanitag in Süditalien

490 Migranten sind am Stefanitag im Hafen der süditalienischen Stadt Crotone gelandet. Die erste Anlandung fand in der Früh statt, als 90 Personen an Bord eines Segelboots ankamen, das von einem Patrouillenboot der italienischen Küstenwache vor der Küste Kalabriens abgefangen worden war. Eine zweite Landung, an der weitere 400 Personen beteiligt waren, wurde am späten Sonntagvormittag registriert, berichteten italienische Medien. Unter den Migranten ist mindestens eine Person positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Die Migranten waren an Bord eines unter russischer Flagge fahrenden Handelsschiffes an, das sie vor der Küste von Crotone gerettet hatte. Die Ausschiffung der Flüchtlinge erwies sich als komplex, da das Schiff aufgrund seiner Größe nicht im Hafen anlegen konnte. Die italienische Küstenwache brachte jeweils 90 Migranten auf Patrouillenbooten ans Festland. Unter ihnen befanden sich viele Afghanen, Syrer und unbegleitete Minderjährige. Viele Kinder kamen mit ihren Müttern und schwangeren Frauen an, von denen eine in ein Krankenhaus in Crotone eingeliefert werden musste.

Flüchtlingszentrum platzt aus allen Nähten
Mit den beiden heutigen Anlandungen ist die Zahl der innerhalb von 24 Stunden in Crotone eingetroffenen Migranten auf 700 gestiegen. Das Flüchtlingszentrum der Region befindet sich in einer schwierigen Situation und stieß fast an die Grenze seiner maximalen Kapazität.

„Die Migranten sind dehydriert und erschöpft. Die Reise zur Küste von Crotone dauerte sechs bis sieben Tage und fand unter schwierigen Bedingungen statt. Glücklicherweise ist bisher nur eine Person positiv auf das Coronavirus getestet worden“, so Ivana Mangione, Mitglied des Roten Kreuzes.

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