20.12.2021 20:00 |

Feiertags-Lockerungen

Weihnachten: Omikron beschert düstere Aussichten

Die neue Virusform Omikron breitet sich aus. Der deutsche Expertenrat fordert schnell strenge Maßnahmen und Impfkampagnen. Österreich öffnet weiter.

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

Omikron greift um sich: 4691 bestätigte Fälle aus mindestens 28 Ländern gab es bisher in der EU bzw. dem EU-Wirtschaftsraum EWR. Am meisten vorerst in Norwegen und Dänemark. Die Daten zeigen auch: Die ersten Infektionen mit der Variante waren reiseassoziiert, die Form hatte sich vom Süden Afrikas aus ausgebreitet. Mittlerweile liegen die Infektionsquellen zunehmend eindeutig in Europa.

Immer mehr Omikron-Fälle
Auch wenn in Österreich noch Delta vorherrschend ist, steigen auch hier die Omikron-Fälle. Der erste wurde ja in der Kalenderwoche 47 registriert, die Woche darauf waren es 32, und bis Ende der Kalenderwoche 49 schon 86. Ende der Vorwoche sprang die Zahl laut AGES gleich auf 297 Fälle. Davon waren 193 aus Wien, wo ja breitflächig getestet wird. Den ersten Omikron-Erkrankten in der Steiermark bestätigte hingegen am Montag die MedUni Graz.

„Neue Dimension des Infektionsgeschehens“
Unterdessen haben am Montag auch im letzten heimischen Bundesland – nämlich Wien – Gastronomie und Hotellerie wieder aufgesperrt. Und während bei uns alles wieder aufgeht und sich selbst Ungeimpfte zum Fest sehr frei bewegen können, steht etwa Deutschland wieder vor Einschränkungen. Der deutsche Expertenrat hat zuletzt eindringlich gewarnt: Es drohe eine „neue Dimension des Infektionsgeschehens“. Wenn Omikron auch zweifach Geimpfte und Genesene erwischen könne, „kann dies zu einer explosionsartigen Verbreitung führen“. Er warnt vor einer Überlastung in den Spitälern und der kritischen Infrastruktur wie Feuerwehr, Polizei, Strom- und Wasserversorgung – da müsse man vorsorgen. Zeitnahe Maßnahmen wie strenge Kontaktbeschränkungen seien gefordert – und intensive Impfkampagnen.

„Auch in Österreich wird genauestens analysiert“
Wie es da bei uns aussieht? „Auch in Österreich wird die Lage bezüglich kritischer Infrastruktur genauestens analysiert“, heißt es aus dem Gesundheitsministerium, aktuell erfolge eine Bewertung durch die neue Covid-Krisenkoordinierung (GECKO) im Bundeskanzleramt. Auch seien im Zuge der Pandemie längst Vorbereitungen getroffen worden, um im Bedarfsfall rasch reagieren zu können. Weiters würden bei uns noch immer strengere Regeln als anderswo gelten, beim Drittstich sei man im weltweiten Spitzenfeld, und Impfkampagnen seien ja schon im Laufen.

Da kann man nur hoffen, dass das Virus das auch weiß – vor allem von Impfkampagnen ist ja nicht viel zu bemerken ...

Silvia Schober
Silvia Schober
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Mittwoch, 26. Jänner 2022
Wetter Symbol
(Bild: stock.adobe.com, Krone KREATIV)