15.12.2021 12:40 |

Nur noch Notbetrieb

Omikron: Wiener Gymnasium zieht die Reißleine

Wie die „Krone“ am Dienstagabend in Erfahrung gebracht hat, gab es im Piaristengymnasium in der Josefstadt in einer der fünften Klassen den ersten Omikron-Fall eines Schülers. Bis Mittwochabend wuchs die Zahl der Fälle nach Detektierung auf drei. Dazu der Knalleffekt: Die Schulleitung hat entschlossen, die Kinder aller Klassen ins Distance-Learning zu schicken! 

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Bereits am Mittwoch vergangener Woche wurde ein Schüler positiv getestet. Erst diese Woche wurde der Gymnasiast dann informiert, dass er einer der bis zum gestrigen Tag in Wien 48 Omikron-Betroffenen ist. Auch die beiden Sitznachbarn des Schülers sind positiv. Mittlerweile stieg die Zahl der detektierten Fälle der gefürchteten Variante auf drei.

Klasse in strenger Quarantäne
Während der Unterricht der anderen Klassen am Standort lange weiterlief und das Gesundheitsamt nur zwei fünfte Klassen und Mittwochabend noch eine weitere Klasse sperrte, wird, auf Beschluss der Schulleitung, doch die ganze Schule ins Distance Learning geschickt. Notbetreuung am Standort wird aber weiter angeboten. Die Schüler der betroffenen Klasse müssen in harte Omikron-Quarantäne. Das bedeutet strenge Isolation 14 Tage ab Testabnahme.

Ab Donnerstag Online-Unterricht
„Die Verunsicherung der Eltern und Lehrer über unseren Omikron-Fall ist berechtigt und sehr groß“, hieß es in einem Schreiben der Direktion an die Eltern, „ein Journaldienst wurde eingerichtet. Die Kinder sind informiert ihre Schulsachen mit nach Hause zu nehmen, damit einem ungestörten Onlineunterricht nichts im Wege steht.“

Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer
Ein Schüler einer Oberstufen-Klasse schilderte der „Krone“ die Situation: „Zu Wochenbeginn hat sich wie ein Lauffeuer verbreitet, dass ein Schulkollege mit Omikron infiziert ist. Wir haben uns gewundert, dass die Schule offen blieb, zumal auch seine beiden Sitznachbarn positive Corona-Tests ablieferten.“

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Präsenzunterricht ist mir natürlich lieber. Aber jetzt geht es um die Sicherheit.

Ein Schüler des betroffenen Gymnasiums

Dem Vernehmen nach sind diese Jugendlichen geimpft, zudem trugen sie im Unterricht FFP2-Masken. Der Schüler findet es gut, dass die Direktion die Reißleine zog und nun alle Klassen ins Homeschooling wechseln. „Obwohl mir Präsenzunterricht natürlich lieber ist. Aber jetzt geht es um die Sicherheit“, sagte er.

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