Sexualisierte Gewalt?

Aufschrei bei Barcelona wegen Missbrauchsvorwürfen

Als ob Barcelona nicht genug Sorgen hätte, nun der nächste Aufschrei in Katalonien: Gegen den früheren Nachwuchskoordinator des katalanischen Klubs wird ermittelt, im Raum stehen schwere Missbrauchsvorwürfe. 

Es handelt sich um den langjährigen Nachwuchskoordinator, den Mexikaner Albert B. Er soll in den Achtziger- und Neunzigerjahren mehr als 50 Minderjährige missbraucht haben. Wie ehemalige Grundschüler der katalanischen Zeitung „Ara“ gegenüber berichteten, soll der mittlerweile 71-Jährige sie zu gemeinsamen Porno-Konsum, Voyeurismus und zu sexuellen Handlungen verleitet haben. B. bestreitet den Großteil der Vorwürfe.

Der Mexikaner legte vor einigen Tagen überraschend sein Amt bei Barcelona nieder. Im Interview mit der „Ara“ räumte er ein, dass er gewisse Praktiken aus früheren Jahren nicht wiederholen würde - beispielsweise das eingestandene Eindringen in die Duschräume von Schülerinnen. Die Zeitung „El Mundo Deportivo“berichtete, B. sei 2014 wegen Beschwerden von Eltern nach nur drei Monaten als Jugendleiter bei Chivas Guadalajara in Mexiko entlassen worden. Der Mann war in Barcelona alles andere als unbekannt. Er galt als Entdecker zahlreicher Talente der Nachwuchsakademie und war unter anderem ein Vertrauter von Andrés Iniesta, der B. auch nach Japan zu seinem derzeitigen Klub Vissel Kobe holte.

Sportliche Führung in der Kritik
Kein Geld, Aus in der Champions League, schlechtes Abschneiden in der Liga und  nun das: Der FC Barcelona zeigt alle Anzeichen eines totalen Absturzes. Und auch die sportliche Führung scheint nicht davonzukommen. B. wurde erst im Sommer unter der Ägide von Joan Laporta wieder zu Barcelona zurückgebracht, obwohl einige Barca-Funktionäre mit Entsetzen auf seine Wiederverpflichtung reagiert hatten.

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