400 Mio. € pro Woche

Experte: Lockdown-Schaden geringer als befürchtet

Österreich
10.12.2021 06:00

So verheerend der aktuelle Lockdown für einige Branchen ist, insgesamt dürfte der Schaden nicht so hoch wie bei den vorigen Schließungen ausfallen. Wifo-Experte Josef Baumgartner rechnet mit rund 400 Millionen Euro geringerer Wertschöpfung pro Woche. Grund: Weniger Betriebe leiden und der Tourismus ist weniger hart getroffen.

Konkret dürfte die Wirtschaftsleistung für diese drei Wochen um rund 5,25 Prozent geringer als im Jahresdurchschnitt von 2019 ausfallen. Beim Lockdown im vorigen Winter waren es hohe 6 Prozent, so Baumgartner. „Der Einbruch ist also weniger tief.“ Vor allem Industrie, Gewerbe, industrienahe Dienstleistungen bis hin zum Bau „haben weiter ein hohes Aktivitätsniveau“.

(Bild: Krone KREATIV)

Das nun pro Woche erwartete reale Minus von 400 Mio. Euro ergibt sich, wenn man die Wirtschaftsleistung von 2019 mit dem aktuellen Einbruch gegenrechnet. Im ersten Lockdown war diese Differenz mit 1,5 Milliarden Euro dreimal so hoch (siehe Grafik), weil die Wirtschaft vorher gut lief und zudem sogar Industriebetriebe Corona-Einschränkungen hatten.

Derzeit hilft außerdem noch, dass der Wintertourismus in Westösterreich momentan in verkraftbarem Maß leidet. November und Dezember bringen dort nur etwa 4 Prozent der Nächtigungen, ergänzt Wifo-Kollege Oliver Fritz. Städte und Thermen seien dafür jedoch voll getroffen.

Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.



Kostenlose Spiele