09.12.2021 06:05 |

Trotz Lockdowns

Vorarlberger stürmten deutsches Einkaufszentrum

Trotz Lockdowns wurde der 8. Dezember von zahlreichen Vorarlbergern genutzt, um im deutschen Lindau auf Shoppingtour zu gehen. Der deutsche Handel profitiert traditionell vom österreichischen Feiertag - und heuer war keine Ausnahme. 

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Wenn die Läden im Ländle am 8. Dezember ihre Tore geschlossen halten, bedeutet das für viele Vorarlberger noch lange nicht, dass sie nicht trotzdem shoppen gehen können. Möglich macht das die Nähe zu Deutschland, denn dort ist der 8. Dezember kein Feiertag. Mittlerweile ist das „Mariä-Empfängnis-Shoppen“ in deutschen Gefilden beinahe schon ein Klassiker - und daran ändert auch ein Lockdown wegen der Corona-Pandemie wenig bis nichts.

„Die sind alle bei uns!“
Am Mittwoch jedenfalls waren auf den Parkplätzen vor dem Einkaufszentrum Lindaupark, gleich über der Grenze, wieder jede Menge Vorarlberger Kennzeichen zu sehen. „In Vorarlberg ist wohl derzeit niemand mehr, die sind alle bei uns“, mutmaßte Geschäftsführer Michael Schneckenburger mit einem Lächeln im Gesicht. „Heute läuft es bei uns wirklich sehr gut, man könnte schon fast von einem Ansturm sprechen. Die Vorarlberger sind fleißig am Einkaufen.“ Dass Christmas-Shopping eigentlich nicht auf der Lockdown-Ausnahmenliste steht, schien den meisten ziemlich egal zu sein.

Verändertes Kaufverhalten
Was die Gsiberger genau in ihre Einkaufskörbe legten, darüber konnte Schneckenburger freilich keine Auskunft geben. „Das können und dürfen wir gar nicht kontrollieren.“ Traditionell beliebt ist aber etwa der große Drogeriemarkt im Haus. Das Einzige, was im Lindaupark tatsächlich kontrolliert werden muss - und kontrolliert wird -, ist ein gültiger 2G-Nachweis. Schneckenburger freut sich zwar über den regen Kundenzulauf aus Vorarlberg, stellt jedoch auch fest, dass sich das Kaufverhalten allgemein deutlich verändert hat. Vor der Pandemie sei weit mehr los gewesen um diese Jahreszeit, erzählt er. Corona bremse die Kauflust. „Wir merken, dass die Menschen beim Shoppen zurückhaltender geworden sind.“

Aufgeheizte Stimmung
Woran das genau liegen könnte? Vielen, meint der Geschäftsmann, würde wohl die Lockerheit von früher fehlen. Einfach mal eine Bummeltour zu starten, fällt heute angesichts der Corona-Lage kaum jemanden ein. „Die Menschen sind vorsichtiger geworden, kaufen oft gerade nur das Nötigste ein“, sagt der Geschäftsmann. Zudem sei die Stimmung oft recht aufgeheizt. Da könne ein dezenter Hinweis auf die FFP2-Maskenpflicht schon in Schimpftiraden und Geschrei enden. Den Optimismus hat Schneckenburger aber nicht verloren: „Da müssen wir jetzt eben einfach durch!“

 Vorarlberg-Krone
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