02.12.2021 18:00 |

Nach Evaluierung

Unterflurlösung soll Bodenseeschnellstraße retten

Der vernichtende Evaluierungsbericht von Klimaschutzministerin Elenore Gewessler (Grüne) zur S18-Bodenseeschnellstraße schlägt im Ländle weiterhin hohe Wellen. Während Vertreter der Wirtschaft die Substanz der Prüfung grundsätzlich anzweifeln, zieht Wirtschaftslandesrat Marco Tittler seine ganz eigenen Schlüsse.

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Eine Evaluierung, zwei Lesarten: Der negative Prüfbericht zur S18, respektive der Variante CP, sei das Ergebnis politischer Willkür, befindet Christoph Jenny, Direktor der Wirtschaftskammer Vorarlberg. Positive Aspekte der S18, etwa die Verkehrsentlastung und die wirtschaftlichen Vorteile, wären weniger stark gewichtet worden als Klimaschutz und Umweltverträglichkeit.

Von einem objektiven Ergebnis könne folglich keine Rede sein, Ministerin Gewessler treibe nur ihre Agenda voran, die darauf hinauslaufe, wichtige Infrastrukturprojekte abzuwürgen. Für Jenny bleibt Fakt: „Die S18 ist die einzige Möglichkeit einer großräumigen Verkehrsentlastung und eine unverzichtbare Anbindung an unseren Wirtschaftsstandort.“

Planänderungen vornehmen

Weit weniger emotional und deutlich kreativer interpretiert indes Wirtschaftslandesrat Marco Tittler den Evaluierungsbericht. Die darin angeführten negativen Auswirkungen auf Klima, Umwelt und Artenvielfalt würden ganz klar dafür sprechen, die CP-Variante in großen Teilen als Unterflurlösung auszuführen.

Geht’s nach Tittler, soll die Asfinag schnellstmöglich die dafür nötigen Planänderungen angehen. An personellen Ressourcen dürfte es ja derzeit nicht mangeln, verweist er spitz auf die jüngste Streichung gleich mehrerer Großprojekte in Ostösterreich.

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