30.11.2021 09:49 |

4,3% im November!

Teuerung: Inflationsrate so hoch wie zuletzt 1992

Was Frau und Herr Österreicher bei ihren täglichen Einkäufen bereits seit geraumer Zeit merken, findet jetzt auch in den amtlichen Statistiken seinen Niederschlag: Im November ist die Inflationsrate einer Schnellschätzung der Statistik Austria zufolge voraussichtlich auf 4,3 Prozent gestiegen.

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Zum Vergleich: Im Oktober lag die Teuerung bei 3,7 Prozent. Mit 4,3 Prozent sei die Inflation im November 2021 so hoch wie zuletzt im Mai 1992 gewesen, berichtete am Dienstagvormittag der Generaldirektor der Statistik Austria, Tobias Thomas. Details zur heimischen Inflationsentwicklung im November wird die Statistik Austria am 17. Dezember veröffentlichen.

Milch und Fleischprodukte verteuerten sich
Vor allem steigende Treibstoff- und Energiepreise (Grafik unten) würden weiter zu einem deutlichen Anstieg der Inflationsrate führen, heißt es. Die Preise für Konsumgüter verzeichneten einen Zuwachs von 2,3 Prozent. Milch und Milcherzeugnisse verteuerten sich um 4,2 Prozent, haltbar gemachtes Fleisch und Fleischerzeugnisse um 2,9 Prozent. Die Energieagentur rechnet auch bei den Großhandelspreisen für Gas im Dezember mit einem neuen Rekordwert.

Im Nachbarland Deutschland ist die Inflationsrate im November erstmals seit knapp 30 Jahren sogar über die Marke von fünf Prozent gestiegen. Waren und Dienstleistungen kosteten 5,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Montag in einer ersten Schätzung mitteilte.

Inflation im Euroraum bei 4,9 Prozent
Auch im Euroraum ist die Inflation aufgrund kräftig gestiegener Energiepreise auf das bisher höchste Niveau seit Beginn der Messung anno 1997 geklettert. Die Teuerungsrate lag im November bei 4,9 Prozent, wie das europäische Statistikamt Eurostat am Dienstag nach einer ersten Schätzung mitteilte.

Volkswirte hatten nur mit einer Rate von 4,5 Prozent gerechnet. Die Inflation liegt damit mehr als doppelt so hoch wie das Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB), die mittelfristig eine Rate von zwei Prozent als optimalen Wert für die Wirtschaft anpeilt.

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