29.11.2021 13:43 |

Exotennarr verurteilt

Giftschlangen in kleinen Boxen: Sechs Monate Haft

Wenn der 26-Jährige einmal über sein Hobby zu reden anfängt, dann hört er so schnell nicht mehr auf: „Natürlich weiß ich, dass man keine Giftschlangen daheim halten darf“, erklärt er achselzuckend. „Aber ich kenne mich wirklich damit aus.“ Trotzdem mussten drei der elf Tiere in zu kleinen Boxen leben - das bringt Haft ein.

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Exoten sind die Leidenschaft des hauptberuflichen Umweltschützers: Elf teils tödliche Giftschlangen hielt er im Wohnraum, dazu noch Vogelspinnen. Manche Tiere versteckte er in ungesicherten Plastikboxen. „Ich kann ja keinen eigenen Schlangenraum machen, dann hätte ja jeder gewusst, was ich da tue“, gibt er zu.

Und auch das Gutachten des als Schildkrötenmannes bekannten Reptiliengutachters Peter Praschag überzeugt ihn schließlich, dass er die Schlangen hätte besser halten müssen: mehr Platz, mehr Licht, mehr Wärme. „Dann bin ich schuldig“, sagt er.

Ob er von seiner in Kärnten streng verbotenen Exotenliebe geheilt ist? Vorerst kann er keine halten. Die Schlangen wurden in den Reptilienzoo gebracht, er selbst sitzt jede Menge Verwaltungsstrafen in Haft ab - dazu kommen nun weitere sechs Monate, die er auch rasch annimmt.

Kerstin Wassermann
Kerstin Wassermann
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