Reger Zuspruch

Omikron: Zahlreiche Anrufe bei Rückkehrer-Hotline

Österreich
27.11.2021 13:42

Bereits rund 300 Reiserückkehrer aus dem südlichen Afrika haben sich nach dem Appell von Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein bei der neuen AGES-Hotline unter 01/26 75 032 gemeldet. Bei dieser können Informationen über Testmöglichkeiten auf die neue Virusvariante Omikron eingeholt werden. Mit dieser Vorsichtsmaßnahme soll eine Einschleppung der Mutation so schnell wie möglich erkannt werden und rasch gehandelt werden können.

Der Aufruf, die Hotline zu kontaktieren, richtet sich sowohl an Ungeimpfte als auch Geimpfte und auch unabhängig davon, ob sie Symptome haben oder nicht. Erreichbar ist die Hotline täglich von 9 bis 18 Uhr, derzeit muss man aber aufgrund der zahlreichen Anrufer mit Wartezeiten rechnen. Jedoch gibt es auch die Möglichkeit, per Mail Kontaktdaten und Infos zur Reise zu schicken, und zwar an anfragen@ages.at. Danach erfolgt die Kontaktaufnahme seitens der AGES-Mitarbeiter.

Betroffen sind Rückkehrer aus den Ländern Südafrika, Lesotho, Botswana, Simbabwe, Mosambik, Namibia oder Eswatini. Für diese Länder wurde auch ein Landeverbot für Flugzeuge verhängt. Es dürfen zudem nur mehr österreichische Staatsbürger und Staatsbürgerinnen von dort einreisen, nach Angaben vom Freitag befinden sich noch etwa 170 Österreicher in den betroffenen Gebieten. 

(Bild: Peter Tomschi)

Noch kein Verdachtsfall in Österreich
Bisher gab es in Österreich keinen Verdachtsfall auf die Mutation, nach Ansicht des Virologen Norbert Nowotny dürfte das allerdings nur noch eine Frage der Zeit sein. Er rechnete damit, dass Omikron „in ein, zwei Wochen“ auch in Österreich ankomme. Umso wichtiger ist daher, dass mögliche Verdachtsfälle rasch erkannt und entsprechende Schritte gesetzt werden. 
Deutschland meldete am Samstag bereits einen ersten Verdachtsfall im Zusammenhang mit der Virusvariante. 

Omikron als „besorgniserregend“ eingestuft
Die WHO hatte die Variante Omikron am Freitagabend als „besorgniserregend“ eingestuft. 
Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass die Variante die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die neue Variante hat, steht allerdings noch nicht fest. Bis es darüber Klarheit gebe, kann es laut WHO noch Wochen dauern.

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