Wegen Chaos in Schulen

SPÖ-Chef fordert Heinz Faßmann zum Rücktritt auf

Für Niederösterreichs SPÖ-Chef Franz Schnabl ist Bildungsminister Heinz Faßmann ein rotes Tuch. Er fordert im Akkord den Rücktritt des Ministers - und er ist mit seiner Meinung nicht alleine.

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Eltern und ihre Kinder stehen dieser Tage vor einer schweren Entscheidung: zu Hause bleiben und Unterricht versäumen, oder in den Schulen die Gefahr einer Infektion auf sich nehmen? „Das ist nichts, was man einfach so am Küchentisch entscheidet“, ist Schnabl überzeugt: „Das wäre die Aufgabe des Bildungsministers.“ Seit Monaten würde sich dieser aber lieber zurücklehnen und Konzepte vorlegen, die alles andere als ausgeklügelt sind, so Schnabl.

Nicht nur die Familien, auch die Lehrer sieht der rote Landesvize im Stich gelassen: „Wie sollen Pädagogen gleichzeitig in den Klassen stehen und Online-Unterricht abhalten?“ Dass die versprochenen Laptops für jeden Schüler noch immer nicht ausgeliefert wurden, könnte in der Entscheidung mitgespielt haben.

„Für die Faßmann-Performance gilt: Zu wenig, zu spät, zu zögerlich“, sagt Schnabl. Und: „Schluss mit dem Schulchaos! Faßmann ist als Bildungsminister untragbar geworden.“

Lehrergewerkschaft ortet Kommunikations-Desaster
Zwar für offene Schulen, aber gegen das „politische Kommunikations-Desaster“ setzt man sich bei der Gewerkschaft der Pflichtschullehrer ein. Neben stärkerem Gesundheitsschutz für Lehrer und Schüler wird gefordert, dass die Schulen selbst über die Umstellung auf Distance Learning entscheiden sollen.

„Schüler haben Angst“
Klare Kommunikation und einheitliche Maßnahmen fordert auch AHS-Landesschulsprecher Michael Stadlmann. „Derzeit haben viele Schüler Angst, negativ aufzufallen, wenn sie nicht am Unterricht teilnehmen“, weiß er. Bei besonders hohen Infektionszahlen sei ein zeitlich befristetes Distance-Learning für die Oberstufen eine sinnvolle Maßnahme.

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