Vorbereitungen laufen

Bergbahnen: „Wir warten, dass es kalt wird“

Auch wenn aufgrund der Corona-Situation offen ist, wie der Winter laufen wird, bereiten sich die Bergbahnen Hinterstoder intensiv auf den Saisonstart vor. Die „Krone“ war dabei.

„Hirschkogelbahn vorwärts mit drei Meter“, ist eine männliche Stimme aus dem Funkgerät zu hören, das Andreas Bachmayr in der Hand hält. Augenblicke später wird die Anweisung wiederholt. Weitere Abstimmungen erfolgen. Bachmayr dreht die Lautstärke zurück. „Wir nutzen das schöne Wetter, um so viel wie möglich zu erledigen“, sagt der stellvertretende Betriebsleiter der Bergbahnen Hinterstoder.

Klemmenrevisionen, Rollenkontrollen, Testfahrten, Bremsproben - damit die zwei Gondelbahnen, zwei Sessellifte und neun Schlepplifte des Skigebiets bis zum Start der Wintersaison einsatzbereit sind, laufen die Wartungsarbeiten nun auf Hochtouren.

Fünf bis sechs Wochen bleiben nach der letzten Herbst-Fahrt am 26. Oktober Zeit, um alles auf Vordermann zu bringen. Pistengerätemechaniker Andreas Klinser und Pistenchef Hannes Antensteiner legten diese Woche die Ketten bei den Pistengeräten an, damit diese wieder fahrtüchtig sind. Mit einem Traktor wurden dafür die 10.000 Kilo schweren Geräte vor der Montage auf die Ketten gezogen. Schwerstarbeit.

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Ende September begannen wir mit dem Aufstellen der Lanzen und Kanonen. Jetzt testen wir die Elektronik und Düsen, ob alles passt.

Schneimeister Franz Huemerlehner

185 Lanzen und 110 Schneekanonen
Auf den Hutterer Böden sind die Wiesen noch grün, weiter oben ist der Berg leicht angezuckert. „Wir warten, dass es kalt wird“, sagt Bachmayr. Geduld ist gefragt. Erst bei Temperaturen um minus 4 Grad werden die 185 Lanzen und 110 Schneekanonen im Skigebiet in Betrieb genommen.

Dann ertönt bei der Talstation des Höss-Express-Lifts die Glocke, das Signal zur Abfahrt. Auf dem Wartungsgehänge hat sich davor Siegfried Klinser mit seinem Team in Position gebracht. Schutzhelme und Sicherheitsgeschirr sind nicht bei den Arbeiten an den Stützen nicht wegzudenken. Die sechs Drehkreuze, durch die in der Saison die Gäste müssen, stehen etwas abseits, sind abgedeckt. Noch bleibt auch etwas Zeit, bis sie gebraucht werden.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Sonntag, 28. November 2021
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