07.11.2021 09:55 |

Volleyball

Wolfurt-Angreifer gesteht: „Da musste ich kotzen“

Der 25-jährige deutsche Außenangreifer Jan Jalowietzki wurde in kürzester Zeit zum Dreh- und Angelpunkt bei den Wolfurter Zweitliga-Volleyballern. Im „Krone“-Interview spricht er über seine Leidenschaft fürs Angeln, seinen Vater Bogdan, der einst ebenfalls in Wolfurt spielte, was ihm Gänsehaut-Gedanken bereitet und Nacktfotos.

Krone: Jan, was war schöner? Der fast perfekte Saisonstart mit den Wolfurter Volleyballern oder der 101 Zentimeter-Hecht, den sie neulich gefangen haben?

Jan Jalowietzki: Um ehrlich zu sein: der Hecht! (lacht) Den habe ich nämlich schon die letzten zehn Jahre gejagt. Als es Anfang Oktober in einem Altarm der Schussen direkt bei mir zuhause in Eriskirch nach knapp zehnminütigem Drill geklappt hat, war die Freude natürlich riesengroß.

Krone: Was war Ihr bisheriger Hecht-Rekord und wie oft finden Sie Zeit zum Angeln?

Jalowietzki: Mein Rekord lag bei 81 Zentimeter. Für mich ist das Raubfisch-Angeln eine Art Regeneration. Jetzt, wo die Saison losgeht, hoffe ich doch, dass ich mit meinem Papa immer wieder Zeit finde. Auch vor einem Spiel - da kann ich gut abschalten.

Krone: Ihr Papa Bogdan war auch schon in Wolfurt aktiv. Welche Rolle spielte er bei ihrem Wechsel?

Jalowietzki: Natürlich hat er mir erzählt, was für tolle Erinnerungen er an das Umfeld und die Menschen hier hat. Ich habe in den vergangenen Jahren während der Sommerpause der deutschen Liga auch immer wieder mal hier mittrainiert. Mein aktueller Teamkollege Richard Schaugg versuchte mich bereits in den letzten Jahren immer wieder hierher zu lotsen. Jetzt hat die Situation einfach gepasst.

Krone: Erinnern Sie sich noch an Spiele ihres Papas in Wolfurt?

Jalowietzki: An seine Spiele nicht. Aber daran, dass ich währenddessen draußen Fußball gespielt habe. Das bereue ich schon ein wenig. Ich hoffe allerdings, dass ich nun meine eigene Geschichte hier in Wolfurt schreiben kann...

Krone: Etwa mit einem Aufstieg in die Bundesliga?

Jalowietzki: Bei diesem Gedanken bekomme ich Gänsehaut. Ich habe in der Jugend viel erreicht. Aber ich wollte auch in der Bundesliga etwas erreichen. Mit den Netzhoppers im letzten Jahr ins deutsche Pokalfinale einzuziehen, war ein megakrasser Erfolg. Aber einem Verein zu helfen, einen Aufstieg zu schaffen - und sagen zu können, dass ich ein wichtiger Bestandteil dabei war -, ist mein großer Wunsch.

Krone: Bislang musstet ihr nur zwei Punkte abgeben, seid auf einem guten Weg.

Jalowietzki: Der Saisonstart kann sich durchaus sehen lassen und auch mit meiner Scorerleistung von 19,6 Punkte pro Partie bin ich nicht unzufrieden. Das Gute ist, wir haben noch viel Luft nach oben.

Zitat Icon

Wir haben noch viel Luft nach oben.

Jan Jalowietzki

Krone: Dabei ging es Ihnen vor dem ersten Heimspiel gar nicht gut.

Jalowietzki: Ich wurde als der „neue Star“ aus der deutschen Bundesliga angekündigt. Natürlich wollte ich da niemanden enttäuschen und Leistung auf dem Parkett zeigen. Darum war ich so nervös, dass vor dem Spiel noch kotzen musste.

Krone: Abschließend: Bei den Netzhoppers sorgten Sie mit einem Kalender-Nacktbild für Aufsehen. Wie kam es dazu?

Jalowietzki: Das war kein Kalender, sondern ein Shooting mit Fotograf Marc Bernot für unsere Merchandise-Artikel. Das ergab sich eher zufällig, war am Ende aber eine sehr, sehr lustige Sache

Krone: Ist diesbezüglich auch in Wolfurt schon was geplant?

Jalowietzki: Nein, noch nicht. Wobei meine Mitspieler hier alle so ein Talent dafür hätten (lacht). Und einem Kalender gegenüber wäre ich auch aufgeschlossen. 

Von
Peter Weihs
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